Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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5o6 GEOFFROI

GEOFFROY’

GEOFFROI (Etienne Francis), 1672 zu Paris gebo-ren, wo sein Vater Apotheker war, durchreiste Frankreich, Eng-land, Holland und Italien, um sich in der Kenntniß der Medi-cin, Chemie und Botanik zu vervollkommnen. Nach seiner Zu-rückkauft in sein Baterkand ward er Doctor, erhielt die Professurder Chemie im königlichen Garten, der Medicin im königlichenCollegium , ward Mitglied der Academie der Wissenschaften zuParis, und der königlichen Gesellschaft zu London. Dieser ge-schickte Mann starb 1731.

Sein sanfter, vorsichtiger, mäßiger und vielleicht etwasschüchterner Character machte, daß er aufmerksam auf die Na-tur war, und ihre Wirkungen zu rechter Zeit unterstützte. Erschlug seine Hülfe niemanden ab. Er ließ sich seine Krankensehr ängstlich angelegen sein, und dieß schadete ihm im Anfange.Ihr Zustand gab ihm eine traurige und unruhige Miene, diesich die Kranken zu Herzen nahmen.

Man hat von diesem gelehrten Arzte:

De Materia medica, sive de medicamentorum simplicium hifloria,virtute, delectu et usu,3 vol, in 8. Dieses wichtige Werk, einsder beßten, zuverlaßigsten und vollständigsten, welches maubis dahin sahe, wurde von Berg! er, einem Pariser Arzte,der >748, von seinen Kunstgeneffen, und noch mehr vonseinen Kranken bedauert, in einem Alter von 44 Jahrenstarb, in 7 Banden in >2. i„ das Französische übersetzt.Es erschien von de Nobleville eine Fortsetzung derselbenin z Banden, der auch eine Geschichte der Thiere in6 Banden, und endlich ein allgemeines Jnhalrsverzcichnißanhängte, welches alles zusammen 17 Baude ausmacht.

GFOFFROY (Jean Baptiste), Jesuit, den 24. August1706 zu Charvlcs geboren, 1782 gestorben, lehrte mehrere Jahrehindurch am Collegium Ludewigs des Großen die Rhetorik mirAuszeichnung. Als seine Gesellschaft aufgehobcn worden war,würd" er selbst von den Feinden derselben geschätzt, und die deß»rcn Häuser der Hauptstadt öffneten sich ihm, als einem Mannevon gebildetem Geiste, von sanftem Character und großer Rcchl-schaffenheir. Er hatte eben so viele Freunde, als Schüler. Der

Recueil des pläidoyers et discours oratoires du Pere Geoffroy ,1783, 2 vol. in 12. ist wegen der Wahl der Gegenstände, we-gen des Glänzenden der Gedanken, wegen der Lebhaftigkeitdrs Ausdruck und des blühendenStyles schätzbar; aber der

Der-