Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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GERBILLON

516 GERBERT

La Regle de moeurs , eontre les salisses maximes de la moralecorrompue, in 12.

DJfenfo de l'Eglise Romaine, et les Avis salutaires de la Ste.Vierge, ä ses devots indifirets. Dieses letztere Buch ist eineUebersetzung der Monitorum salutarium von Adam Win-delfels, einem deutschen Rechtsgelehrten.

Der Pater Gcrberon hatt' in seinen Schriften, wie' in seinemCharacter, einen Ungestüm, der selbst seinen Freunden lästigwar; aber seine Fe ude fanden sich.gezwungen unter seinen Feh-lern Tugenden, große Strenge seiner Sittcn und eine exemplari-sche Frömmigkeit anzuerkennen. Manche ausführlichere Nach-'richten über diesen Schriftsteller in der Histoire litteraire de laCongvegation de St. Maus, 1774 in 4.

GERBERT, Man sehe SILVESTER.

GERBIER (Balthasar), 1592 zu Antwerpen geboren,war ein geschickter Miniaturmahler. Er arbeitete in Italien,und ward in seiner Kunst so berühmt, daß er an den königlichenHof nach England berufen, und an demselben zu verschiedenenwichtigen Geschäften gebraucht wurde. Der König machte ihnzum Ritter, und er war viele Jahre hindurch in dieses FürstenDiensten Resident am Hofe zu Brüssel, nach seiner Zurückkunfrward er Ceremonienmeistcr- und starb 1661 in dieser Würde.

GERBILLON (Jean Fran^ois), 1654 zu Verbeut an derMaas geboren, ward 1670 Jesuit, wurde 1685 nach China ge-schickt , und kam >688 in Peking an. Der Kaiser fand so vielGefallen an ihm, daß er drei Monate nach seiner Ankunft Be-fehl erhielt, die nach Moskau zur Berichtigung der Grenzen zwi-schen diesem Reiche und China geschickten Abgeordneten zu be-gleiten. Der Jesuit schlichtete in Gesellschaft eines seiner Mit-brüder alle Streitigkeiten, und war der Vermittler eineö vortheil-haftcn Friedens. Der Kaiser von China, durchdrungen vonDankbarkeit, ließ ihn mit seinen königlichen Gewändern kleiden,und nahm ihn zu seinem Lehrer in der Mathematik und Philo-sophie an. Er erlaubte ihm, in seinen großen Staaten die christ-liche Religion zu predigen und predigen zu lassen, und wollt' ihnaus seinen Spazicrgangen, seinen Reisen und selbst bei seinenKrankheiten beständig bey sich haben.

Der Pater Gerbillon starb als General -Superior aller Milfw-nen in China 1707 zu Peking. Er schrieb

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