GHIRLANDAJO
GHISI
529
GHIRLANDAJO (Rodolfo), des Vorigen Sohn, kerntebei seinem Oheim Beuedict. Er war bei Raphael undMichel Angelo sehr beliebt, welche ihn für den besten Zeichnerseiner Zeit zu Florenz hielten. Er lernte das Eolorit bei Vart.di G. Marco so wohl, daß, als Raphael auf Befehl Julius ll.nach Rom gehen mußte, er dem Ghirlandajv ein Gemählde fürdie Stadt Siena vollends auszuarbeiten überließ, welches zumVergnügen der Angeber ausfiel. In seiner Vaterstadt, welcheer ungeachtet vieler auswärtigen Einladungen niemahls verlassenwollte, arbeitete er für viele Kirchen und Palläste, besonders inden Zimmern des großhcrzvglichen Pailastes. Er mahlte anfden Einzug Leo's X. und Kaiser Carls V. mit seinen Schülernsehr schöne Werke in Ochl, Wasser-und Frcscosarben. Er starb1560 im 75. Jahre seines Alters, und wurde bei seiner Familiebegraben.
GHISI (Adamo), g’enamzt MANT17ANQ, ein berühnu-ter Kupferstecher Und Fonnschncider, blühte nach der Mitte desib. Jahrhunderts. Erarbeitete vornehmlich nach MichelAngelo Buvnaroti; man zahlet 90 Blatter, die er nachdiesem Muster verfertigte. Er arbeitete auch nach JuliusRomanus, Raphael, A. Mantegua, S. del Piom-bo u. a.
GHISI (Diana), genannt MANTUANA, des JohannBaptista Tochter, nennet sich auf einigen Kupferstichen Bürge-rin von Äolterra, weil sie Franz von Volterra, einen geschicktenBaumeister, heirathele. Georg Vasari berichtcr, er habe sie alsein artiges junges Mädchen zu Mantua sehr schöne Kupfersticheverfertigen sehen. Von ihrer Arbeit wird ein großes Bacchanale,nach Julius Pipi, das sie 1575 heraus gab, für das besteBlatt gehalten. Ihre Kupferstiche, die sie nach Raphael,Correggio, F. Zucchero, §. Salviati u. a. stach,werden auf 60 Stück gerechnet.
GHISI (Giorgio), ein Kupferstecher zu Mantua, arbei-tete nach Michel Angelo, Julius Rvmanns, Ange-lus Bronzino, Franz Primaticcio ü. a. Unter sei-nen Werken sind 6 Deckenstücke nach Michel Angelo von beson-derer Schönheit. Der Abbr von Marolleö sammelte sein Werkin ;o Blattern. Er blühte um daö Jahr 156a,
*1 3
GHISI