II
Einleitung.
§. 2Z. Zur philosophischen Erklärung der na-türlichen Begebenheiten und Wirkungen der Mate«kie, wird außer der nöthigen historischen Kenntnißder Körper erfordert, daß man die ungleichartigenBestandtheile der Körper, und die einfachen ©tos«ie überhaupt, die Art und Weise ihrer Vereinigung,t!nd ihre Verhältnisse unter einander kennt; unddann endlich, daß man die Größe ihrer Kraft gehörigermessen kann.^ Die Naturgeschichte, die Chemie,Und die Mathematik werden also die Grundlage,auf welche man das Gebäude der philosophischenNaturlehre errichten muß.
§. 24. Auf diese Art wird dann die Naturlehre,so unvollkommen sie auch noch ist, zu der nützlichstenWissenschaft erhoben, die unserm Verstände Nah«düng, und unserm physischen Zustande Vortheil ver«Waffen kann. Sie giebt die unverkennbarsten Fin-gerzeige von dem Daseyn eines allmächtigen, wei-sen und gütigen Wesens , reißt uns unwiderstehlichiur Bewunderung desselben hin, und erhöhet unsernGlauben an dasselbe-; sie macht uns naher mit unsselbst bekannt; sie lehrt rms die Körper kennen, derenwir uns täglich zu unserm Unterhalte bedienen; sieikigt uns den Nutzen mehrerer für unsere Gesund-heit, und lehrt uns den Nachtheil anderer für unSTehörig meiden; sie giebt Mittel an die Hand, dieNatürlichen Dinge zur Nothdurft und Bequcmlich«keit des Lebens anzuwenden; sie unterhält uns aufdle angenehmste Weise, und schafft Vergnügen; siezerstört am kräftigsten die Fesseln des Aberglaubens,schützt uns vor thörichten Folgen desselben; und enb->ch. (was kein unbeträchtlicher Nutzen ist!) sie'Uhrt uns eben so zur Demuth und Bescheidenheit,