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Grundriss der Naturlehre in seinem mathematischen und chemischen Theile / von Friedrich Albrecht Carl Gren ...
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I. Theil. i. Abschnitt.

diese Ausdehnung undurchdringlich macht, so daßdie Vorstellung der Ausdehnung selbst noch bleibt,so hat man die Vorstellung des leeren Raums,oder des geometrischen Körpers. Raum ist alsodie durchdringliche Ausdehnung, und Materie das,was diese Ausdehnung undurchdringlich macht.Körper ist diesemnach eine undurchdringliche be-gründe Ausdehnung.

Mir bekümmern uns hier nicht darum, ob die Vorfiel-lung des Raumes bloß und allein nur subjective Grünede habe, und der Raum nur eine Anschauung a p-io-'ri; oder ob er nur allein ein empirischer, durch Ersäherung von den Körpern abgezogener, Begriff fei).: DieUntersuchung darüber gehört in die Metaphysik.

§. zz. Der Begriff der Ausdehnung ist einfach,und läßt sich nicht weiter zergliedern; und die Er-klärung, daß das Ausgedehnte aus neben einanderbefindlichen Theilen bestehe, .will nicht mehr sagen,als: das Ausgedehnte besteht'aus etwas, das aus-gedehnt ist. Wir gestehen gern ein, daß wir vondem Ausgedehnten und Undurchdringlichen an sichnichts wissen; sondern daß beide nur Phänomenesind, deren Ursach außer den Gränzen unsers Wis-sens liegt.

§. Z4- Der bloße Raum (§., 32.) eines Körpers,ohne Materie gedacht, muß als eine stetige Größs(continuum) angesehen werden, oder als vollkom-men ausgefüllt durch seine Theile. Wenn wir unsaber den Raum auf diese Art mit Materie erfülltvorstellen, so haben wir den Begriff von einem ab-solut dichten Körper (corxus Lbkoluts Uenlum),oder von einem Körper, dessen Raum in jedem Puncteundurchdringlich ist. Die Erfahrung lehrt uns aber,daß die Körper nicht einerley Dichtigkeit haben, und