Allgemeine Eigenschaften der Materie, sz
daß auch die dichtesten, welche wir kennen, nochvon andern Materien durchdrungen werden können,^vlglich Zwischenräume (xori) haben, die nicht mitMaterie angefüllt seyn müssen. Es giebt daher kei-nen vollkommen dichten Körper, und die Dichtig-keit (densitas) ist nur ein relativer Begriff. EinKörper heißt dichter, wenn er weniger, und locke-der, wenn er mehr Zwischenräume hat, als einanderer.
§. Z5. Wenn kein Körper vollkommen dicht zukennen ist (§. 34.), so muß hingegen die Porositäteinen, jeden Körper zukommen. Es giebt also einen
!rrftreueten leeren Raum (vacuum disseminatum).Die Figur, die Größe, die Lage und Verbindungdieser kleinsten Zwischenräume ist gewiß eben so ver-schieden, als ihre Menge bey den verschiedenen Kör-da sie aber außer den Gränzen unserer sinnli-chen Wahrnehmungen liegen, so läßt sich auch dar-über nichts weiter sagen.
Boyle tentamen porologicum, five. ad Porositäten*porporum tnm animalium tum solidorum detegen-dam. Genevae 1686. 4.
§- z6. Schon der Begriff der Ausdehnung lei-et uns darauf, daß die Körper aus Theilen bestehenussen. Da wir uns nun hier, durch das Beyein-anderseyn der Theile der Körper, noch keine Kräfteknken, durch die sie mit einander verbunden sind,die folglich ihrer Trennung von einander Wider-l and leisten könnten, so folgt, daß die Körper auchMlbar sind, und daß diese ^Heilbarkeit allen undi en Körpern zukömmt. Aber auch bey der mithaften begabten Materie beweist die Erfahrung ihre
§. 37.