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Grundriss der Naturlehre in seinem mathematischen und chemischen Theile / von Friedrich Albrecht Carl Gren ...
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I. Theil. I. Abschnitt.

rer Materie bestimmen können. Dies würde durchZahlung der Atome der Materie, die in dem be-stimmten Raume des Körpers enthalten sind, ge-schehen müssen. Dies ist aber prqclisch unmöglich/weil wir die Atome der Körper durch Theilung nichterreichen können (§, 40 ), und uns dabey unsereSinne überhaupt verlassen. Man hat daher gesucht,die relative Quantität der Körpertheilchen in einem be-gränzten Raume durch das Maaß der Wirkung ihrerKraft, z. B. durchs Gewicht, zu bestimmen; aberauch dabey ohne Beweis angenommen, daß dieKraft der Schwere alle-materiellen Theile allerKörper afficire. Wenn dies aber nun nicht so ist,so sieht man leicht, daß wir gar kein Maaß zur Be-stimmung der Massen haben; daß wir, nach unserngegenwärtigen Kenntnissen, die Massen der Körpergar nicht mit einander vergleichen, und überhauptdie wahre Größe der Körper (§. 41.) nicht ei mes-sen können. Durchs Gewicht erkennen wir nur d e

Masse der schweren Theile.

In der ganze» Mechanic versteht man immer nur Gewich-lc, wenn von Utafien die Rede ist.

§. 45. Wir finden bey einiger Aufmerksamkeitauf die Körper in der Natur eine sehr große Man-nigfaltigkeit ihrer Wirkungen, und unzählige Ver-schiedenheiten ihrer Eigenschaften. Man verfällt i»Spitzfündigkeiten, wenn man bey der Annahme ei-ner völligen Gleichartigkeit der Materie in Anse-hung ihrer Grundkraft, die Verschiedenheit ihrer Wir-kungen, wovon uns die Sinne belehren, aus derverschiedenen Größe, der verschiedenen Zahl, derverschiedenen Stellung, und der verschiedenen Grund-gestalt der Atome der verschiedenen Körper erklären

wollte-