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Ein Blick auf die Kirchenbaukunst desM i l t e l a l t ers überhaupt, und einige ih-rer Denkmahle in Österreich.
(§i»e der, würdigsten Aufgaben der Geschichte ist vor-urtheilsfreye Erforschung des innern und geistigen Le-bens der Volker nach den Stufen ihrer Entwicklung,ihrer Fortbildung, ihrer Hohe, ihres Sinkens. Daßhier die K u n st, als Gegenstand der Forschung, obenanstehe, bedarf keiner Erinnerung, wenn wir beden-ken, wie innig sie dem geistigen Wesen des Menschenverwandt, welche Wechselwirkung zwischen ihr und derallgemeinen Volksbildung obwalte, wie überraschendste,noch' nach Jahrtausenden, den Sitten, der Denkweise,der Bildungsstufe der Volker Zeugniß gebe.
Wenn der Forscher mit vollem Rechte, neben denSchriften der Alten, auch die Denkmahle ihrer Kunst, ,die kolossalen Ruinen der Ägypter, der Jndier, derPerser, die großartigen und vollendet schonen Werkeder Griechen, die pomphaften Trümmer und Zeichender stolzen Romer aufsucht, prüfr, befragt, und vonihnen ausgehend, immer wieder zu ihnen, als treuenLeuchten auf den dunklen Pfaden der ältesten Geschich-te zurückkehrt, so dürfen auch wir für das Verständ-niß des Mittelalters die reiche Fundgrube der Kunstum so weniger verschmähen, je dürftiger l»ns oft