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II. Jahrgang. I. Band.
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des M i t t e l a l t e rs üb e r h a uptrc. ig

steigen auf aus den ersten und kleineren." Treffend fugter das Wesen der blühenden christlichen Baukunst indie wenigen inhaltschweren Worte zusammen:Undso besteht das Wesen der gothischen Baukunst, fahrter fort, in der naturähnlichen Fülle und Unendlichkeitder innern Gestaltung und äußern blumenreichen Ver-zierungen. Daher die unermüdlichen und unzähligensteten Wiederhohlungen der gleichen Zierathen; daherdas Pflanzenähnliche derselben, wie an blühenden Ge-wächsen. Und daher auch das Jnnigergreifende, dasrührend Geheimnißvolle, das freudig Liebliche und Be-lebende des Eindrucks bey dem Erstaunen über die Gro-ße. Diel gothische Baukunst hat eine Bedeutung undzwar die höchste; und wenn die Mahlerey sich meistensnur mit schwachen, unbestimmten, mißverständlichen, ent-fernten Andeutungen des Göttliche» begnügen muß,so kann die Baukunst dagegen, so gedacht, und soangewandt, das Unendliche gleichsam unmirreldar dar-stellen und vergegenwärtigen, durch die bloße ^Nach-bildung der Narurfullc, auch ohne Anspielungen auf dieIdeen und Geheimnisse des Christenthums , welche al-lerdings auf die Entstehung und Ausbildung der Kir-chenbaukunst nicht geringe» Einfluß gehabt haben."Soweit Fr. Schlegel.Dieses Naturgefuhl, dieseFrühlingslust ist ein Grundzug der germanischen Stam-me ; und nahmentlich im dreyzehnten Jahrhunderte, derBlüthezeir der deutschen Baukunst, trat des VolkesFreude an Wald und Berg lind Thal, an Blumenund Wiesen, nach der Bemerkung eines Schrifcstel-

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