Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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zu St. Stephan.

sie sehen , sey von Rudolph gegründet undangefangen, wobey sie sich auf H a se lb a chs Zeug-niß stützen: nehmen andere die Rud olph inischeVergrößerung in so kleinem Sinne, daß er nichts alsdies Seitenschiffe des Chores, nebst den beyde» Thür-men gegründet hatte, nicht bedenkend, daß in diesemFalle Rudolph unter einem schon gebauten Chor ersteine prächtige unterirdische Gruft gegründet habenmüßte.

Wieder wollte man uns glauben machen, die gan-ze nördliche Wand der untern Kirche (vom Eingängebis zum Anfange des hohen Chores) sey lange vorAlbrecht II., ja vor i3>5 schon da gewesen. Auchohne andern Beweis müßten uns schon die schönen, ho-hen und breiten, geschmückten Fenster vom Gegen-theile überzeugen, mehr noch die trefflichen Verzierun-gen derselben und der Wände und Pfeiler dazwischen,welche die Außenseite derselben Wand zeigt, und diemit dem Bau selbst zugleich entstanden seyn muffen.

Die Pfeiler des untern Theils sollen, der Annah-me der Meisten zufolge, A l b r e ch r s II. Werk seyn,die reichen Verzierungen, besonders die mehr als 100steinernen Bildsäulen daran aber ein späterer SchmuckR u d o l p h s. Und doch erscheint wieder beydes, Pfeilerund Sraruen, so aus einem Guße,daß man schwerjener Angabe Glauben beymißt.

Fasten wir unsere Meinung über die Geschichtedes ganzen Baues kurz zusammen, so ergibt sich dar-aus folgendes Resultat:

Von Herzog Heinrichs Bau n56 ist zum

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