Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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2>6 I. Die Metropolitankirche

Theile noch die Westfront« mit den beyden Eck-thürmen. Wahrscheinlich entsprach die Breite der gan-zen alten Kirche der Breite der Westseite bis an dieThürme, so daß man die jetzigen Kirchenwände sichum etwa dritthalb Klafter hereingerückt denken muß.Analog mit den Kirchen jener Zeit war wohl auch dasSchiff der Kirche breiter und hoher als die beyden Ab-seiten, und es ist mir wahrscheinlich, daß die alte Kir-che etwa da, wo jetzt der Mittelpunct zwischen dengroßen Thürmen ist, mit einem halbrunden Chore ge-schlossen war. Auch ist es möglich, daß sie, wie diemeisten Kirchen jener Zeit, außer den beyden vorderenThürmen noch einen dritten über dem Kreuze ihresPlanes hatte, sowie dieß in Kloster-Neuburgursprünglich der Fall war, und wie es viele noch imursprünglichen Zustande erhaltene deutsche und fran-zösische , nahmentlich normannische Kirchen jener Zeitzeigen. Der Hochaltar stand nach zuverlässigen Nach-richten damahls in der Mitte, etwa da, wo die Balkendes Kreuzes sich durchschneiden. Die großen Brän-de , die im. Jahrhunderte (»258 und i2y5) dieda-mahlS schon große und schöne Stadt Wien verheerten,ergriffen und beschädigten auch die Stephanskirche so ,daß alles, was von leichterem Bau und Stoffe war,vielleicht auch ein Theil der Gewölbe einstürzte.Was nach dem ersten Brande übrig geblieben, undwas innerhalb der 17 Jahre bis zum zweyten Bran-de neu gemacht worden, ist nicht auszumitteln. Nursoviel findet man aufgezeichnet, daß die Thürme, weilsie ganz von Stein bis zur Spitze aufgeführt sind.