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Das Innere der Kirche.
als Muster der Nachahmung aufgestellt zu werden.Man denke ja nicht an die ängstlichen, dürren, oftfehlerhaften Steinmetzbilder des fünfzehnten Jahrhun,derts, dieses Bild vereint die entschiedenste Kühn-heit und Sicherheit des Meißels mit einer lebensvol-len Wahrheit und Würde, wie sie nur der Meisterüber seine Schöpfung zu verbreiten vermag.
Dieß ist das Bild unseres Pilgra m, der denRiß zum Orgelchore, den er hier nach der Darstel-lungsweise jener Zeit, auf seinem Rücken trägt, ent-worfen und dessen Bau geleitet hat. Dieß beweisenseine Werkzeuge, die er in den Händen hält, das ihmgehörige, an dem Chorfuße befindliche Zeichen VI,welches auch an der Kanzel vorkommt, und die unter-halb befindlichen, wenn gleich erst von späterer Zeiterneuerten Buchstaben M. A, P. Meister AntonPilgram, womit auch andere schriftliche Angabenund Überlieferungen gut zusammen stimmen.
Das zweyte Bildwerk im Innern der Kirche, des-sen Anordnung man mit Grund dem Pilgram zuschreibt,ist die herrliche Kanzel, welche an einem der mittlerenPfeiler der Unterkirche angebracht ist. Die aus Steingehauene Brüstung, Fuß und Treppe dieses Meister-werkes ist, so wie das aus Holz geschnittene, vielleichtjüngere. Dach der Kanzel, von wundervoller Arbeit,von unten bis oben mit den schönsten großen und klei-nen Figuren von Heiligen, mit Ästen und Zweigengeschmückt.
Die Brüstung, oder die eigentliche Kanzel, ent-hält nach Außen vier mit durchbrochenem Zierwerk be-