IIT. Die Kirche zu St. Michael. io 5
Der jüngste Theil der Kirche, der hohe Chor, isthoch, hell und licht, ein Bau des 14. Jahrhunderts,unter Albrechts des Weisen väterlicher Regierung aus-geführt, iveßhalb denn die östliche Wand und Allaruischeder ältesten Kirche, welche da stand, >vo jetzt zu An-fange des Chores die Stufen sind, eingerissen werdenmußte. Der jetzige Hochaltar ist im Jahre 1781 ge-baut worden, und tragt wie die andere innere Aus-schmückung , den Geschmack seiner Zeit. Das Marien-bild, welches auf dem Hochaltar aufgestellt ist, gehörtzu jenen aus dem Orient überlieferten, von griechi-schen Künstlern stammenden, Gemählden, deren WiensKirchen mehrere zahlen. Es führt den Nahmen der h.Maria aus K a » d i e n. Die Außenseite ist theils ver-baut, rheils gegen Westen durch gänzliche Erneuerungder Fronte und den Anhau einer von Säulen gestütz-ten neuitalischen Eingangshalle, dem ursprünglichenBaue entfremdet worden , eine Änderung ,die man zurvermeintlichen Verschönerung der Kirche vorgenommenhat. Der gegenwärtige Thurm an der südlichen Eckeder Vorderseite ist mit schönen gothischen Zierathen undGallerten geschmückt; das Jahr seiner Erbauung istmir unbekannt, denn die Angabe der Steinmehrafeln ,wonach Balthasar Parchauser, Hofsteinmetz,Baumeister über den Thurm bey St. Michael imJahre 1608 war, scheint nur auf eine Wiederherstel-lung desselben zu gehen.
Die M i n 0 r i t e n - 0 d e r italienischeKirche wurde von dem Böhmenkönige Ottokar ander Stelle, wo die ältere, von Friedrich dem Streit-