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D ie M i n o r i te nk i r ch e.
Wohnhaus gebaut, welches nur durch sein spitzes ho-hes Dach an jenes frühere Gebäude noch zu erinnernscheint. Eine hohe, kahle Wand schließt nun hier dieKirche, wo der Anfang des alten Chores war. Höchstsonderbar ist die Einrichtung, daß., gegen alle sonstigeGewohnheiten mitten zwischen den eben beschriebenenTheilen, dem südlichen Hauptchor und der nördlichenVorlage ein mehreckiger Thurm aufgeführt wurde, dernoch dem älteren Baue anzugehören scheint. Nurdie Hauptfronte gegen Westen verdient noch von Außennähere Betrachtung. Zwar schmuckloser als die Domeund Münster der besten Zeit, und ohne Thürme, nurdurch kahle Strebepfeiler, dergleichen auch an beydenLangseiten sich zeigen, unterbrochen, enthält sie dochdrey in schönem und reinem Style entworfene Ein-gangsthüren , deren die mittlere, größere, unstreitig fürdie schönste in Wien gelten muß. Ihre Bogen, Lei-sten , Hohlkehlen und Stäbe sind eben so schön geordnet,als reich und zierlich dieAusschmückung mit Bildwer-ken, welche in der Wirte, oben im Bogen den Ge-kreuzigten, aufdem zierlichen Mittel-Pfeiler, derbenBogen in zwey kleinere trennt, die Muttergoltes mitdem Kinde, in den kleinen Bogen aber die den Ge-kreuzigten umgebenden Personen in trefflicher Stein-arbeit zeigen, aus den die Halle bildenden Säulenendlich sechs Heilige und den englischen Gruß darstel-len. Die Baldachine der Figuren empfehlen sich durchschöne Zeichnung und guten Steinschnitt. *) Die (Ein*
*; Des Fürsten Lichnovsky Denkmähler tiefern feie westliche Sei-te gq„j, und das Mittelpertal im Detqil.