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fachheit der sonst schmucklosen Wand und der reine undedle Styl der Portale deuten auf die Zeit der Blücheder deutschen Kunst, die freylich damahls (i 27 6‘—i.33o)in den Wunderbauen am Rheine weit schnelleren- und höheren Aufschwung nahm, als in unserem, anDenkmahlen dieser Art weniger reichen Österreich.
Die einzige Erinnerung an den alten (nach dem we-nigen noch Sichtbaren zu schließen) gewiß einst vorzügli-chen inneren Bau der Kirche ist die doppelte Reihe vonzweymahl vier schön gegliederten und hohen Pfeilern,die durch Spitzbogen verbunden sind, aber doch auchschon manche ändernde Zuthat erlitten haben. Auch inden Gängen des jetzigen Regierungsgebäudes, des ehe-mahligen Klosters, die an die Kirche stoßen , sind nochschöne geschwungene Bogen mit Säulen, StäbenundHohlkehlen , die von dem ältesten Baue zu seyn schei-nen. Die zwey Abseiten der Kirche haben nicht nur glei-che Höhe, sondern auch gleiche Breite mit dem Schiffe.
Hier ist es wohl erlaubt, um den Verlust einesschönen und ehrwürdigen Denkmahles zu klagen, wel-ches noch zu Herrgotts Zeit in dieser Kirche stand,aber jetzt spurlos daraus verschwunden ist; das Grab-mahl der hohen, frommen Stiscerinn Blanca! Wennman dieses prächtige marmorne Denkmahl, ein Kunst-werk des -st. Jahrhundertes (Blanca verordnete des-sen Errichtung bey ihrem Tode i3oö) auch nur in demunvollkommenen Stiche bey Herrgott betrachtet, sobegreift man nicht, wie am Schlüsse des achtzehntenJahrhunderts ein solches Kunstwerk mit dem ganzenChor, worin es unter der sogenannten heiligen Stier