Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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und die Ca pellen. i 5

chen Vandalism, mit wunderlicher Vergessenheit/ wienützlich, ja nethwcndig, die von ihnen vernachlässigtenund verheerten Titel, den aus den Klostergütern neudorirten Bischofssitzen, Religions- oder Studiensondsseyn müßte»? Erzherzog Carls, jenes Wohlthätersder Steyerniark, dem die Neforniakivnsunruhe» dasLeben kosteten, schönes Mausoleum zu Seckau warzum Speicher bestimmt und einer der A.ushebungsvcll-streckcr nahm sich bey derLffnung der Sarge, zun> An-denken , des edlen Fürsten goldenen Fingerring undseinen langen Bart!! Eine ernste Rüge Josephs warnöthig, um die Überreste Albrechts des Weisen, Frie-drichs des Schonen, der Königinn Elisabeth inGam-ming, Mauerbach und im Kvnigskloster vor ähnlichemUnfug zu schirmen und letztere nach St. Stephan zuübersetzen. Es wurde schon im 1. H. S. 108 be-klagt , daß mitten in der Hauptstadt, vor den Augenso mancher Gelehrten und Kunstfreunde, eines der älte-sten und vorzüglichsten Denkmahle deutscher Kunst, dasHerrgott noch gesehen, völlig verschwunden sey,das Grabmahl Blankas, Schwester Philipps desSchönen von Frankreich und Gemahlinn Rudvlphs,des Erstgebornen K. Albrechts 1 . in der Kirche derMinorilen oder sogenannten Landhäuser! Es ist eingutes Werk, solcher Rohheic das verdiente Brandmahlauszudrücken, zumahl der Same dieser Barbaren nochkeineswegs ausgegangen ist. Es ist aber auch noth-wendig, dessen zu erwähnen, weil sonst die verhälrniß-maßrg äußerst geringe Zahl wichtiger Grabes-Denk-mähler gerade im Stephansdome kaum erklärbar