Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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S2 Das Patronat der Kirche rc.

Billig fand hier derjenige, was er auf Er-den kaum gesucht, daher umso minder gefunden, dieewige Ruhe, welcher dieß Gotteshaus sammt derHochschule gegründet, der Wien nach der gro-ßen Pest also wieder erhoben hat, daß er mir ebendem Rechte sein zweyter Gründer genannt werdenmag, wie in den Tagen des großen Barbarossa, derBabenberger Heinrich Jasomirgott, Wiens unddieses Domes Erster Gründer gewesen, jener vierteRudolph, des ersten Urenkel; billigder Stif-t e r" und weil er in vielen und wichtigen Dingenden Begriffen und dem Gange seiner Zeit vorausge-eilt, auchder Weise" zugenannt. Oft weilte erselbst, bey Tag und bey Nacht in diesem Hause desHerrn, den frommen Gesängen und Gebethen hor-'chend und an den ungeheuern Schatten, am zau-berischen Helldunkel, am warmen Lichte der in unend-lich mannigfaltiger Farbenpracht spielenden Fenster,in Betrachtungen versenkt, die wohl ein Vorge-fühl seyn mochten seines eignen Looses, das ihnaus so vieler Pracht und Herrlichkeit, von sogroßen Dingen, die er begonnen, von noch grö-ßeren, denen er aufbewahrt schien, urplötzlich im fer-nen, welschen Land, im sechsundzwanzigsten Lebens-jahre in das dunkle Grab herunterriß. Billig daherbegegnet uns auch sein und seiner Gemahlinn der Kai-sertochter Katharina Steinbild auf Löwen ruhend,mit den Wapenträgern von Wien und von Öster-reich, so oft im Innern und Äußern der Kirche, anden Ecken der Capelle, auf Gängen und an Pyra-