D ie Nater der frommen Schulen. 5 »
ehrwürdig. Unaufhörliche, auswärtige und Bürger-Kriege hatten alles Wissen und alle Künste des Frie-dens verscheucht und das Volk auf die traurigste Weiseverwildert. Der apostolische Eifer der Piaristen über-traf die Erwartungen des Cardinal» und des Kaisers.Ihr erstes Kloster im Lande unter der Enns, zu Horngründete (1622) der Vicekanzler Graf Kurzä Zu ihremersten Collegium inWicn bey Maria Treu in der Joseph-stadt legte» (1698) Leopold I. und der römische Kö-nig Joseph den Grundstein, (1716) ward eben dieseKirche eingeweiht und (171g) erhielt sie die Rechteeiner Pfarrkirche, die ihren Sprengel über die ganzeJosephstadt und den sogenannten, nun zum Alrler-chenfeld gehörigen rochen Hof und den strotzischenGrund ausdehnt. Das vom Grafen Löwenburg gestif-tete Convict zur Erziehung der Jugend, bildet seit174b den einen, wie das Piaristen - Collegium denander» Flügel an der Kirche zu einem großen geräumi-gen Platze, dessen Mitte die Säule der unbeflecktenEmpfängnis; ziert.
Maria Theresia, eifrig bedacht, die Mittel desöffentlichen Uncerrichts, auch unabhängig von den Va-tern der Gesellschaft Jesu, zu vervielfältigen, vergönn-te den Piaristen mehrere Sitze in Wien. 1764 erbau-ten sie sich auf der Mieden, nahe bey Matzlei,isdorf,ein Collegium und die Kirche zu St. Thekla, — 1727räumte sie ihnen eine Residenz auf der Landstraße inin der Ungargasse mit einer Kirche zu Ehren ihres Or-deiisstifcers Ealasanz. An beyden Orren führten sie dieniedern Schulen ein. — 1763 erkauften sie die soge-
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