6o DieRedemptoristen bey Mariastiegen.
stieb SSBeitenecf, Bischof zu Paffau, zum beständigenSitz der Pafsauer Erzpriestet und Offizialen, die aberschon zwey Iahte darauf/ durch die Losreißung derneuen Probstey aller Heiligen bey St. Stephan/ denersten großen Stoß ihrer Gerichtsbarkeit in und umWien erhielten. Das Einweihungsfest der Kirche wardam Tage der unbefleckten Empfängniß gefeyert, fürwelches Fest die Wiener Hochschule/ gleich Anfangseifrige Partey nahm, wie denn der berühmteLehrer Heinrich von Hessen, in dieser Kirche eine,großes Aufsehe» erregende Controvers - Predigt dar-über hielt.
Der Passauer Bischof, Georg von Hohenlohe,war durch RudolphS IV. mächtige Schritte zur Vol-lendung landesherrlicher Machtvollkommenheit, Schlie-ßung des Gebiethes und Einmischung in Kirchensachenaufgeschreckt, eben so thätig, die Rechte seines Spren-gels in dieser Hauptstadt ungeschmälert zu erhalten,ja wieder zur alten Vollgewalt zu führen, als er nachdem unglücklichen Ausgang des Bürgeraufruhrs unterdem Stadtrichter Andreas Hallet, die Passauer ausden kecken Träumen von Reichsfreyheir und Munizi-palregiment, wieder in die Bande der Unterwürsig-keit znrückgezwängt hatte. Albrechts III. sanfter Sinnerleichterte sein Streben. Er kaufte verschiedene Häu-ser, gründete sich und den Seinen einen festen undwürdigen Sitz in dem obern und untern Paffauerhof.Er vermochte jenen gütigen Herzog, die Kirche be-deutend zu erweitern und zu verschönern, was unterseinem Sohne Albrecht IV. und dessen Oheim und