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II. Jahrgang. II. Band.
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Die Redemptor ist e n bey Mariastiegen. 65

von Maria Stiegen. Es wartete seines Amres durchlängere Zeit in Heiligenstadt. Der BayerherzogErnst, Aventins Zögling, in Rom, Paris und Jn-golstadt gebildet, Administrator von Paffau, wie spä«terhin von Salzburg, löste >523 die Grundherrlich-keit und Dienstbarkeit von seinem Hofe, Garten undThiergarten den Schotten ab. Alles aber, was vordem Werderthor lag, erlitt sechs Jahre darauf, inder türkischen Belagerung, eine gänzliche Verwüstung.Der Thurm und der Hos selber trugen noch in unsernLagen das Wahrzeichen türkischer Kugeln. UnterErnsten war der Thurm des Passauerhofs und dasSchloß Greifenstein, der Kerker vieler Anhänger derneuen Lehre, insonderheit mehrerer, Anfangs von denLiechtensteinen in Nikolsburg gehegten Wiedertäufer.Aber selbst der paffauische Generalvikar und Pfarrerzu St. Michael, Johann Kaltenmarkter wurde ver-dächtig.

Sechs Jahre nach der zweyten türkischen Bela-gerung versuchce der Wiener Stadtmagistrat, alsVogt der Kirche, auch die Ernennung des Directorsder Kirche und der Kapläne auszuüben, gewann aberbald die urkundliche Überzeugung, diese gebühre demBischof, der Stadt aber, kraft ihrer alten Vogteynur die Bestellung des Kirchenvaters und Küsters unddie Einsicht der Inventars, der Rechnungen und derBaugegcnstände. Mariastiegen und der Paffauerhofin Wien blieben das letzte Eigen der alten Apostelkircheund Metropole von Lorch, deren treue Diener, weitfrüher als ein Kaiser und ein Herzog, durchdieWild-ll. 2ahrg. Dcnkwürdiakciten.r. Bd. l.Hcft. 5