*64 Die Schotten.
ßer Freund und Kenner der Tonkunst, worin dernachmahlige Wiener Bischof Georg Slatkonia mitihm wetteiferte. Er stellte die verfallene Musikschulewieder her und verband sie mit dem Gymnasium, dassich aus der alcen Chorschule und aus einer Art vonConvict adelicher Knaben, die hier den Elementar-unterricht erhielten, seit der Vertreibung der Schott-länder nach dem Anstoß und nach den wechselnden An-sprüchen der Zeit entwickelt und hergestellt hat. —Mar selber besuchte mir seinem sanften Schwe-stersohne, dem (uns auS Fougues Hieronymus vonStaust bekannten und werthe») Bayerherzog ErnstBischof zu Paffan, einem Zögling Avenrins und mitvielen andern Fürsten gar oft den Chor und die Ta-felmusik der Schotten und bey dem Wiener Congreßund der berühmte» Doppclheirath (rüiü), die Ungarnund Bohmen an Habsburg brachte, ernteten die Schorr-ner Tonkünstler und Sänger allgemeine Bewunde-rung. Diese vorzügliche Sorge für die Kirchenmusiklebte bey den Schotten noch inmitten der Reforma-tionsstürme fort. Wolfgang Schmelze!, Schulmeisterbey den Schotten, dessen merkwürdigen ilobreim aufWien wir dem nächsten Hefrc beyfügen, ist dessen un-zweydeutiger Bürge.— Unter demselben Adle geschahein neuer Schritt zur Ausbreitung der Schotten in meh-reren Vorstädten. i5o5 bestätigte Jakob der Prior unddas Eonvent U. L. F. am Herzogenhos zu Wien (Carme-liten am Hof) den Schotten, ihr Recht auf Weingärtenim Lerochfeld und die Meisterinn von St. Jakob auf derHilden Lucia von Traucmannsdorf gab den Schotten