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II. Jahrgang. II. Band.
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5ü Die Burg.

cortysche Caffehhaus mit seiner herrlichen AuSsicht aufdie weitläufigen Vorstädte und auf den anziehendenKranz der Berge, in Nordwest, West und Südender Kaiserstadt.

Das neue Burgthor zwischen dem Volksgartenund Kaisergarten, mit den beyden Wachstuben, hatwohl außer dem Bcandenburgerthor in Berlin nichtsähnliches auf der deutschen Erde, am wenigsten inWien selbst, besten übrige Thore, (wie wir im fol-genden Hefte sehen werden), ohne alle planmäßigeRücksicht auf architektonische Schönheit, ganz zufäl-lig im Laufe der Zeiten, oder aus den Erfordernistcnder Befestigung entstanden sind.

Die Schwierigkeit, mit inöglichster Benützung,der für Cagnolas Project, schon hergestellten Fun-damente, ein in ganz anderem Style und Verhält-niße, auszuführendes Gebäude zu projectiren, — dieäußere Faxade dem Character der Festungswerke, dieinnere, dem Characrer des Paradeplatzes und der Woh-nung deS Monarchen cnllprecheud, und doch beydeFaxaden in solchem Einklänge darzustellen, finb hin-längliche Beweise, von dem Talente Nobiles, welcherzur Zufriedenheit des Monarchen alle jene Aufgabengelost hat.

Das ganze Gebäude von antigue dorischer Ord-nung, besteht aus den in der Micre desselben befind-lichen fünf 2 ° 6" a weiten und i' langen Thorwe-gen , von welchen der mittlere alS Fahrweg für denallerhöchsten Hof, die nächsten zwey für das Publi-