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II. Jahrgang. II. Band.
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Die Burg.

Die zwey i2Klafter langenSeiten-Fayaden derWachstuben stützen sich an den i 3 Schuh hohen und6 Klafter breiten Hauptwall, von welchem man mit-telst 5 i, 6 1/2 Zoll hohen i 1/2 Klafter breitenStuffen , sich über die mit Kupfer gedeckten Wachge-bäude erhebt, und auf die i 3 5/6 Klafter lange und8 1/2 Klafter breite, aus großen Steinplatten ge-fügte Teraffe ober den fünf Thorwegen gelangt, vonwo aus man durch eine herrliche Ansicht deS schönstenTheils derGlacis, der Vorstädte, des Kaiser- undVolksgartenS und des Paradeplatzes überrascht ist.

Außerhalb des Thorgebäudes wird der Stadtgra-ben mittelst eines Erddamms pafsirt, außer welchem ein53-/2 Klafter weites, mit Pappeln besetztes Halb-rond die Hauptstraße, und die aus den Vorstädten ge-zogenen Alleen aufnimmt.

Die beyden Reitschulen, gegen St. Michaelhin stehend und an die alle Burg angebaut, aufs derStätte des alten Lustgartens, danken ihre EntstehungCarl» VI., der sie (1726—1729) in der ruhigenZwischenzeit, zwischen Eugens Siegen bey Petermar-dein und Belgrad und dem dadurch erzwungenen Pas-sarowitzec Frieden und dem pohlnischen Wahlkriege,durch Fischer von Erlach herstellen ließ., — Der Winter-reitschule Eingang ist auf dem Josephsplatz. Es ist eingroßes, mit Säulen und Statuen geschmücktes, längli-ches Viereck. An der innern Wandfläche läuft eine großesteinerne Gallerie, mit einem steinernen Geländer ringsherum, auf 46 steinernen Säulen ruhend, an dem einenEnde, die für den allerhöchsten Hof bestimmte Loge,