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II. Jahrgang. II. Band.
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74 Die Burg.

Feind lächerlicher Geheimnißkrämerey und als ein thä-tiger Freund, wissenschaftlicher, erschöpfender Be-handlung der Geschäfte. — Das erste Jahrzehend derRegierung des jetzigen Monarchen, trübte ein bey-spielloser Krieg. — Unmittelbar nach dem Luneviller-Frieden, (denn jener von Campo Formio schien nurein kurzer Waffenstillstand,) erfreute sich das Archivder größten Aufmerksamkeit. — Seine Centralisirung,der Wille Theresias wurde vollendet und dasselbe von1802—1812 um mehr als das Dreyfache des vorigenBestandes vermehrt, unter achtRubriken: der öster-reichischen, ungarischen, böhmischen, italienischen,lothringischen und galizischen, in Miscellen und inin die, von den jeweiligen Regenten der Primogeniturund Chefs des Hauses, als Souverains über den Com-ple/ sämmtlicher Reiche gefertigten Urkunden.

Es ist überflüssig zu bemerken, daß dieses Archivbey der reichen M a n n i g f a l t i g k e i t seiner Bestand-theile, eines der bedeutendsten und seit 1808 hinsicht-lich der wissenschaftlichen Bearbeitung,vielleicht das erste in Europa ist. Es besitzt auch die herr-liche S p h r a g id 0 t h e k oder Original-, Siegel- undStempelsammlung von dem gelehrten Paduaner S e r-torio Ursato begonnen, nach seinem Tode 1678fortgesetzt vom holländischen Gesandten zu Venedig,Strycker, sohin vom Nürnberger Kaufmann Gey-sel, darauf vom gelehrten Glafey, der sie erheira-thete und seit 1772 von Franz Paul von S m i t m e r,Wiener Domherrn und Mitglied des Maltheserordens,der mehr als 3 o der schätzbarsten Comentare und Re-