Die Burg. -)5
gister dazu verfaßte und sie auf mehr als 9000 Stü-cke brachte. Nach Smitmers Tode kam die Sammlungan den fürstlich starhembergischen Wirthschafcs-Direc-torKowatsch, von ihm an den geheimen Cabinecs-Offizialen Wenzel Löschner, mit welchen das Archivin Folge höchsten Auftrags darüber in Unterhandlungtrat und die höchst ausgezeichnete Sammlung/ vonseiner Witwe erkaufte.
Nebst dem Archive ist in der Burg auch diek. k. Schatzkammer, die aus einer langen Gal-lerie und vier Zimmern bestehend, sich im ersten Stock-werk des Schweizerhofes befindet.
Bis in die Tage Josephs II. waren hier diegeistliche und die weltliche Schatzkammer, wo-von die erstere nun mit derHof- und Burgpfarrkirchevereiniget ist, in soferne sie Reliquien und künstlicheVorstellungen aus derHeiligen-Geschichte einhielt.—In beyde Schatzkammern waren auch, nach Verhälr-niß der Gegenstände, die Gemählde des allerhöch-sten Hofes vertheilt, die in der Folge zweckmäßig ver-einigt, aus der Stallburg nach dem Belvedereübersetzt worden sind.— Der gleichfalls hier verwahrteSchatz der geschnittenen Skeine und sämmtliche römi-sche Alrerthümer sind, wie billig, in das Antiken-C a b i n e t überkragen. Auch die Hof- Bibliothekerhielt kostbare Handschriften aus der Schatzkammer,insonderheit aus den Tagen Carls V. und seiner TanteMargarethe von Savoyen, Statthalterinn der Nie-derlande. Sogar die, dem k. k. Oberststallmeisteramtunterstehende Gewehr- und Sattel-Kammer, ja