Band 
II. Jahrgang. II. Band.
Seite
CXII
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CX1I

Urkundenbuch.

Wie du vns hast verhaissung thau:

So das volck leb nach deiner lehr,

Herhlich dich bitt, sich zu dir kheer,

Wöllst du auch gegen in dermassnDich kheren vnd sie nit verlassn.

Mein Herr, mein Gott, th» vns beystehir.Laß dein namen nit undergehn!

Der feindt nit uns veruolgt allain,

Die gantz heylig Christlich g-main.

So Christo, deinem Son, ergebn.

Denkt er zubringen vmb das lebn;

Sein nam außreut mit deiner macht,

DaS sein nindert mehr werd gedacht.

Q Herr, mein Gott, o Gott mein Herr,Bit dich durch Jesum Christum sehr,

Der sür vns gelitten, gestorbn.

Gegen dir versönt, gnad ermordn.,

Wöllst vnser sünd nit sehen an.

Wie wir gelebt, wider dich than.

Durchs fleysch verfüret alle zeit,

Thayl vns mit dein ba'rmhertzigkeit.

Dann du bist langmüthig, gerecht

Wir aber böß vnd unnütz knecht;

Gedenck. wie du mit Abraham thau,

Bon fünfftzig biß auff zehrn manGeteydigt, ob zu Sodom wern.

Die frumb vnd gerecht vor dem HerrnEr fand, so wolstu in »ergebn

Böse mit frommen lassen lebn.

O Gott, du wölst vns nit außschlieffn,Der frummen laß vns auch geniessn,

Sih an die klainen kindlein,

Die taufft vnd »och unschuldig seinChristo dem Herru eingeleibt,