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II. Jahrgang. IIII. Band.
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2 o Die Landstraße, die Weißgär der,

die Weißgärber der Sitz gewerbfieißiger Bürger, dieihr Handwerk mit eigener Hand übten, ohne sich inhoher» Stand und Genuß einzudrängen, wiewohlauch darin die Zeit des Papiergeldes manchen leidigenUnterschied herbeygeführl und neben den Gärtnern,aus ihren Knechten, eine neue Kaste, die dergrüneWaren Ebzeuger" erschaffen hat.

Ein volles Jahrzehend nach der osmanischen Be-lagerung endigte endlich die bereits unter Max JI.1567 begonnene Irrung über die Gränzen der landes-fürstlichen oder vielmehr vicedomischen Grundherrlich-keils- und über die Durgfriedensrechre der Stadt. Diesehatte ohnedieß für die, in der gedachten Belagerung unddurch die größere Ausdehnung der Befestigungslinie,billigen Schadenersatz zu fordern, übte auch ohnehinviele Gerechtsamen dort aus, da sehr viele Bewoh-ner wirkliche Bürger waren. Die Grundbuchsgefallefür das Vicedom-Amt waren so wenig bedeutend,daß es in der That ein weit höheres Bedürfnißwar, zuvörderst den langen, bereits in die bürgerli-che Ordnung und in die Sittlichkeit der Bewohnereingreifenden, äußerst kostspieligen Prozeß für immerzu endigen. Am 25. Sept. i6g3 überließ Leo-pold I. für 10,000 fl. , den damahls 60 Häuser und ge-gen 2ooo Einwohner zählenden Grund der Weißgärberan die Stadt. Vorbehalten blieb das Sandwerfen an derDonau, der kaiserliche Holzlegstadel und das Jagd-oder Rüdenhaus, welches die Gemeinde erst unter Jo-seph II. erkaufte. Der Weifigärbergrund hierdurch zueiner Vorstadt erhoben und ein Bestandtheil des Burg-