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lern, Saalfeld, Gräfenthal und Probstzella und hat aufsieben Quadrat-Meilen ungefähr 25002 Einwohner. Jeder der bei-den Fürsten hat in seinem Antheile die Landes-Hoheit, doch ist eshergebracht, daß die Saalfeldischen Aemter mit ihrer Appella-tion sieb an die Regierung und das Konsistorium zu Altenburg wen-den. Die Landschaft des Fürstenthums besteht aus der Ritterschaftund den Städten Altenburg, Saalfeld und Eisenberg.Im Jahre rgvü wurde durch einen Vergleich die Saalfeldische Por-tion bis zum einstigen Abgang der Linie völlig von Alte «bürggetrennt.
Alternativ, abwechselnd, umwechselnd. Daher Alterna-tive, ein Verhältniß, wo von zwei Dingen nur eins eristiren kann.
LIl«iurr> tLiiturn (das), heißt eigentlich: noch ein Malso viel, und wird dieser Ausdruck gebraucht, wenn die Zinse» aufein ausgeliehcnes Kapital »ach und nach so hoch gestiegen sind, daßsie dem Kapitale gleich kommen. Mehrere Rechtslebrer wollen dieß,wiewohl ebne Grund, für einen wucherischen Handel ansehen, unddaher nicht passiven lassen.
Alton«, eine ansehnliche offene Handelsstadt In Holstein, an-er Elbe, eine Viertelstunde von Hamburg liegend und dem Königvon Dänemark gehörig. Dieser Umstand, und daß alle Religionenund Sekten daselbst geduldet werden, so wie überhaupt die in mehre-rer Rücksicht daselbst herrschende Toleranz, zeichnet diese Stadt ausund macht sie für Viele zu einer Art von Freistätte. Sie war an-fangs ein bloßes Dorf, erhielt aber 1664 Stadtrecht. Alton«,das eigentlich seinen Namen von der allzu nahen Lage bei Ham-burg bat, indem es vom Hamburger Berge bloß durch einen Gra-ben sich scheidet, zählt 30,002 Einwohner, bat einen wichtigen Land-und Seehandel, Schiffsbaucreien und bedeutende Manufakturen (z.B. Huckerrafinerien, Sammt-, Seidenzeug-, Leder-Manufaktu-ren rc.), «nd ist der Sitz der königl. Heringsfischerei, so wie sieauch an dem Grönländischen Wallfischfang Antheil nimmt. Auch isthier eine 1777 etablirte Giro- und Zcttelbank. Ein Ghmnasium, eineBibliothek, das Zucht- und Waisenhaus sind ebenfalls bemerkens-yxrkh. — Das Dorf Ottensen, wo der berühmte Klopstockruht, hängt fast ganz mit Alton« zusammen.
Alringer l 3 »b. Nep. von), Ritter des heil. Rom. Reichs, ernklassischer Deutscher Dichter, geb. in Wien den 24. 2 «n. 1755 , wid-mete sich mit Eifer dem Studium der klassischen Literatur, dann derRechte, üdte das Amt eines k. k. Hvfagenten bloß als Vertreter dürf-tiger Parteien, ward I 7 YZ Sekretär und Mitglied des Theateraus-schusses bei dem k. k. Nationaltheater zu Wien, und starb am r. Mai1747. Seine Gedichte zeugen von einer edeln und wahrhaft dich-terischen Phantasie, sein Dichterruhm gründet sich aber vorzüglich aufdie epischen Gedichte: Dovlin vo» Mainz und Bliombcris, denn durchdas erstere besonders erwarb er sich in der romantischen und epischenGattung nach Wieland den nächste» Rang. Unter seinen übrige»Schriften und Aufsätzen zeichnet sich sein Numa Pompilius nach Flo-rian aus. Zeitlebens war Korrektheit sein höchstes Streben. SeinCharakter als Mensch war edel.
Amadis, der Held von Ritterromanen aus dem mittlern Zeit-alter, aus welchen Wielan d die Idee zu seinem Amadis genom-men hat. Da Amadis ein Französischer Ritter ist, so scheinen jeneRitterrvmane Französischen und nicht Spanischen Ursprungs zu seyn.