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Amalgam« (das), ein von den ehemaligen Alchymisten erfun-denes und noch dem zu Tage gebräuchliches Wort, welches eine Masseanzeigt, worin Quecksilber mit einem andern Metall verbunden ist.Man sagt daher: Gold-Amalaama, Silber-Amalgam a.Das Quecksilber vereinigt sich leicht mit dem Gold und Silber; manhat daher schon seit i; 6 ü das Quecksilber in dem Spanischen Amerikaangewendet, um das Gold und Silber dadurch aus den Erzen zuscheiden. Herr von Born hat unter Kaiser Joseph II. die Ge-winnung des Goldes und Silbers vermittelst der Amalgamation(der Verquickung, Einwirkung des Quecksilbers in ein anderes Me-tall , wodurch ein Amalgam« entsteht) in allen kaiserl. königl. Staa-ten mir vieler Ersparniß eingeführt, und mehrere Bergwerke sindseinem Beispiele gefolgt. Sich amalgamiren, sich mit demQuecksilber verbinden. Gold und Silber amalgamiren sich. Eisenläßt sich nicht mit dem Quecksilber verbinden. Merkwürdig ist diefigürlicheBedeutung dieser Wörter, in welcher sich die neuesteFranzösische Sprache derselben von jeder genauen Verbin-dung bedient. Z. B. l'^mslAame sts äsux psuplss, das Amal-gama (die genaue Verbindung) zweier Völker; ine Volksparteihar sich mit der Opposition amalgamirr; ferner physisch und mo-ralisch verschiedene Volker amalgamiren. Wie land hat diesesWort in diesem Sinne unlängst auch in die Deutsche Sprache aufge-nommen.
Amalie (Anne), verwitwete Herzogin von Sachsen-Weimar,hat sich durch ihre Güte und Sorge für ibre Unterthanen, durch ihreansaebreiteten Kenntnisse und ihre Liebe für Künste und Wissenschaf-ten ein bleibendes Denkmal unter Deutschlands Fürstinnen errichtet.Sie war die Tochter des Herzogs Karl von Braunschweig-Wolfen-büktel, geb. den28. Oktober 7739. Da sie zwei Jahre mit dem Her-zog Ernst August Konstantin vermählt war, wurde sie derr28. Mai 1758 Witwe, und übernahm für ihren minderjährige»Sobn die Regierung. Ihre erste Sorge ging dabin, die Wunden,die auch diesem Lande der siebenjährige Krieg geschlagen hakte, zuheilen; im I. 1772 milderte sie in ihrem Lande auf alle Weise da-Elend, das durch eine große Theuerung und Hungersnvth erzeugtwurde; stets beförderte sie alles, was den Wohlstand und die Bil-dung ihrer Unterthanen b günstigte. Wieland wurde der Erzieherihres Sohnes, Karl August, des jetzt regierenden Herzogs. Sieversammelte um sich die vorzüglichste» Deutschen Gelehrten undSchriftsteller, so daß man Weimar nicht mit Unrecht das DeutscheAthen genannt hat. Hier lebten zugleich Herder, Gdtbe, Wie-land, später Schiller u. a. m. Da sie 177; die Regierung ih-rem Sohne übergeben hatte, so blieben dennoch ibr Haus in Wei-mar und ihre Landsitze ein Sammelplatz von Gelehrten, genialische«Menschen und ausgezeichneten Reisenden. Sie unternahm im I.1788 von Göthe begleitet eine Reise nach Italien, und diese trugdazu bei, ihren Geschmack an Künsten noch zu vermehren. AllgemeineAchtung und die Liebe Aller, die sie naher kannten, genoß sie durchihr ganzes Leben, das sie am Ende des Jahres 1808 beschloß.
Amaltbea (Mnthol.). eine Ziege auf der Insel Kreta, welcheden Jupiter stillte, als ihn seine Mutter aus Furcht vor dem Sa-turn dabin gebracht batte. Von dieser Ziege heißt das Horn desUeberftnffeS Lornu ^ir>LlcIie»o, welches Jupiter den Töchtern desMelissas, die der Rhea beigestanden, mit dem Segen gegeben habe»
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