Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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77
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Amu Ana 77

es zu einet blutigen Schlacht, die die Verbundenen verloren. Daaber der Sultan mit seinem Vezir auf dem mit Todten und Verwun-deten bedeckten Schlacbtfelde nmherwandelte, erhob sich ein für todtgebaltner Servier und erstach ihn. Die Osmanen rächten seinen Toddurch die Ermordung aller vornehmen Krieqsaefangeneu. Am «rathhatte ay Jahre regiert, und mährend dieser Aeit zy Kriege glücklichbeendigt. Er war ehrgeizg, unternehmend und immer glücklich, da-bei religiös, gerecht und streng. Kein Verbrechen ließ er unbestraft,und seinem eigne» Sohne, der eine Empörung gegen ihn erregt hatte,ließ er die Augen ausstecken und alle Thetlnebmer hinrichten.

Amurath (Murad) ll. bestieg in einem Alter von 18 Jahren1422 den Thron seines Vaters Mubamed I. Innere Unruhenund Anarchie hatten das Rei» der Osmanen erschüttert und nur seinmännlicher Muth und fester Wille vermochten die Gefahren, die ihmdrohten, zu überwinden. Bei dem Antritte der Regierung hatte ereinen Betrüger zu bekämpfen, der sich für Bajasids Sohn M«-stapya ausgab, und der von den Kriechen unterstützt wurde; aberbald überwand und tvdtete er ihn, und gleiches Schicksal hatte Mu«rads tüngerer Bruder, der ebenfalls eine Empörung gegen ilm er-regt halle. Er verpustete die Insel Jante, die den Venrtianeru ge-hörte, nahm Morea weg und zwang den Griechischen Kaiser zu einemTribut. Am meiste» Widerstand fand er gegen JobannHunyad,Wviwvd von Siebenbürgen, den Anführer der llngari'chen Heere, unddieser errang einen Frieden, in dem Murad alle Eroberungen dies-seits der Bulgarei an Ungarn und Servier, zurückgab. Da er seinemReiche völlige Ruhe gegeben hatte, legre er seine Regierung in dieHände seines noch jungen Sohnes Mubamedll. und begab sich nachMagnesia in die Geiellschafl der Derwische. Dies erhob wieder denMuth seiner Feinde, der Papst Eugen IV. erklärte den Eid, derden Frieden zwischen den Osmanen und Ungarn bekräftigte, für ungil-tig, sandte den Kardinal Julian Cäsarini an den König Wla-dislav und dieser vermochte ihn zum Friedensbruche. Die Türke«riefen den Murad aus seiner Einsamkeit zurück. Dieser rückte sei-nen Feinden entgegen und um den Muth der Seinigen zu beleben,ließ er die Friedeneurkundc unter Anrufung der rächenden Gottheitauf einem Spieße vortragen. Das Treffen geschah den io. Nov.1444 . Die Ungarn wurden geschlagen, und ihr treuloser Könia. nebstdem Kardinal Julian verlor das Leben. Nach dieftm Siege zoger sich zum zweiten Male in die Einsamkeit zu frommen Uebunae«zurück; aber nur kurze Zeit. E n furchtbarer Aufstand der Janitscha--ren rief ihn zurück, und seine Ankunft brachte sie sogleich zur Ruhe.Nun wendete er seine Waffen gegen den berühmten Skanderbeg(ISkander Begh d. i. Herr Aleranderder Große) oder G e-org Kastriota Fürst von Cpirus, der sich empört halte. Dochauch diesen schlug Murad und vertrieb ihn aus seinem Lande nachAlbanien. Mehrere Kriege beunruhigten noch seine Regieruug biser iM 47 .Lebensiadre von einer Krankheit ergriffen wurde und im I.1451 im 2y. Jahre seiner Regieruug starb. Ihn betrachten die Os-manen als ihren vorzüglichsten Fürsten und rühmen seine treffliche«Eigenschaften, die er in Krieg und Frieden bewies.

Ana; damit bezeichnet man die Endsylben von den Titeln gewis-ser Bücher, welche Sammlungen von einzelnen Einfällen, Anekdo-te» rc. merkwürdiger Personen enthalten.