Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Ant yi

stand ist: Konrad Levezsw (Profcflor in Berlin) über denAutinous, dargestellt in den Kuustdenkmälern desAlterthums. Berl. 18^8.

Antiochus — ein Name niedrerer Syrischen Kön-ge, der inder Geschichte der Römer große Epoche macht. Der erste. der unterdieiem Namen bekannt wurde, ein Maredonier und General dennKönig Pdilipp, erzeugte mit seiner Gemahlin Laodice den derüdmte«Seleucus (s. dies. Art.), den Stammvater der Seleuc.dcn understen König von Syrien. Der Sohn von diesem , AntiochusSoter, führte mehrere, wiewohl nicht ganz gluckl ehe Kriege, undist noch wegen der Liebe zu seiner Sriesmntier, S cr a t o ni ca > be-rühmt; eine Liebe, die er zwar zu bekämpfen suchte, aber in euretvdiliche Krankheit darüber verfiel, bis der königliche Leibarzt, Era-fistraius, den Grund derselben, und ihn zugleich dem Barer ent-deckte, der denn auch, aus großer Liebe zu seinem einzigen Sohne,diefem in einer feierlichen Versammlung seine junge und schone Ge-mahlin abtrat. — Einer seiner Nachkommen war Antiochns derGroße, der seinem Bruder, Seleucns EeraunuS, als König vonSyrien im Jahre 376 z in der Regierung folgte. Er züchtigte denMolo, Statthast r von Medien, schlug den Prolemäus Philopa-'or,der ihm Syrien ganz überlassen mußte, führte nicht minder glück-liche Kriege gegen die Panther, bis er endlich auch mit den Römernanband, und zu dem berühmten Antiochcnischen Kriege Anlaß gab,wo er in Vereinigung mit Hannibal, eurem der größten Feldher-ren (s. dies. Art.), zwar große Anrüstungen machte; allein, da erwenig in die Pläne dieses Feldherrn eindrang, bloß eine Armeenach Griechenland schickte, die aber äußerst unthätig blieb, so wurdeer zuerst bei Lhcrmovylä, dann mehreremal zur See geschlagen, wo-durch er den Muth so sehr verlor, daß er nicht einmal den Römernden Uebergang nach Klein-Asien streitig machte, wo diese den be-rühmten Sieg bei Magnesia erfochten, die Syrische Armee gänzlichzerstreuten und den AntiochuS zu dem schimpflichsten Frieden nöthig-ten. — Er lebte nun in Ruhe, bis er zuletzt, da er aus dem Tem-pel des Jupiter Elymäus den Schatz entfuhren wollte, mit allen sei-nen Leuten erschlagen wurde. — Sei» zweiter Sohn, AntiochuSEpipkanes (derselbe, welcher in der Geschichte der Maccabäer alsder ärgste Tyrann gegen die Juden aufgeführt wird) griff den Aegyp,tische» König Ptolemäus Epiphanes an, belagerte Alerandrien, daser aber nach einiger Zeit, so wie ganz Äegypten verließ, da sich die Rö-mer hauptsächlich des Ptolemäus annahmen. Und so folgten immermehrere Syrische Könige unter dem Namen Antiochus, jederzeit mitvermiedenen Beinamen, bis endlich lm Jahre zyiz AntiochuSAlkali cus vorn Pvmpejus vertrieben und Syrien zur RömischenProvinz gemacht wurde.

Antiope, ein ihrer außerordentlichen Schönheit wegen,inganz Griechenland berühmtes Frauenzimmer, Tochter des KonigsNykteus von Tbeben, nach dein Homer aber des Aesopus Flusses.Epopeus, König von Sicyvn, entführte und hejrathete sie; LykuSaber, des Nvkteus Bruder, welcher diesem versprochen batte, ihnan seiner Tochter zu rächen, erschlug den Epopeus, und führte dieAntiope gefangen nach Theben, wo er sie seiner Gemahl.» Dirceübergab, von der sie auf das grausamste behandelt wurde. Es ge-lang jedoch Antiope», zu entrinnen und sich durch ihre Söhne gerächt