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den Römern dem Apollo geheiligt wurden. Sie nahmen ihren An-fang im 540. Jahre nach Erbauung Rom«.
Av 0 llin 0. Unter diesem Namen ist eine der schönsten jugend-lichen Slatüen berühmt, welche sich im Originale in der Gallerte deSGroßberzvgs von Toskana befand.
Apoll», ein Sohn deS Jupiters und der Latona, eine der er-sten Gottheiten der Griechen, jedoch wahrscheinlich Aegyptischen Ur-sprungs , da« Sinnbild der Sonne. „Die hohe Bildung des Apol-lo. ^ sagt Moritz, „stellt die ewig junge Menschheit in sich dar,die sich nur durch den allmählichen Abfall des Verwelkten in ihrerImmerwährenden Blüthe erhält. Der Gott der Schönheit und derJugend, den Saitcnspiel und Gesang erfreut, trägt auch den Köcheraus seiner Schulter, uno sendet bald zürnend bald mit sanfter Mieneseine Pfeile. Unter allen Dichtungen der Alten ist diese eine der er-habensten und liebenswürdigsten, weil sie selbst den Begriff der Zer-störung in den Beariff der Schönheit und Jugend wieder auflöst."Wenn Cicero und Andere mehrere Apollo'« anführen, so muß maubedenken, daß die Erzählungen von einer und ebenderselben mytho-logischen Person oft sehr von einander abweichen; und keinem unterden alten Gottheiten wurden so viele Vollkommenheiten zugeschrie-ben. Außer seiner außerordentlichen Schönheit war er Meister, jaErfinder der schonen Künste, der Poesie (daher er auch der Gott derDichter heißt)» der Musik, der Beredsamkeit; und die Musen stan-den unter seiner Aufsicht. Aus den Herausforderungen in den Kün-sten ging er allemal als Sieger hervor. Er besiegte durch seine Leierden Pan, der sich mit seiner Flöte gegen ihn herauswagte, und einenandern Flötenspieler, den Marspas, den er für seine Vermeffenheit,sich mit ihm zu messen, lebendig schinde» ließ. Er hatte in ganzGriechenland und in ganz Italien unzählige Orakel und Tempel, undman feierte ihm zu Ehren eine große Menge Feste, besonder« zuDelvs. Der Lorbeerbaum, welcher ihm unter andern heilig war, wardieses deßwegen, weil man glaubte, daß derjenige, welcher beimSchlafen einige Lorbecrzweige unter seinem Haupte liegen habe, zuWeißagungeu begeistert werde. Auch besaß Apollo unter allen Göt-tern die Kunst, in die Zukunft zu dringen, am vollkommensten, weß-halb er auch die größte Anzahl Orakel aufzeigen konnte. Die Grie-chischen Dichter stellen in dem Apollo das höchste Ideal (Bild)männlicher Juqend — den schönsten unter den Göttern — dar. Essind drei merkwürdige Statüen dieses Gottes auf uns gekommen:der vielmals auch in Marmor kopirte Apollo in der Villa Medici«;der Vatikanische Apollo, welcher diese Gottheit im Zorn über denDrachen Python vorstellt, und der Apollo im Belvedere, welcher letz-tere unter allen der Zerstörung entgangcnen Werken de« Alterthum«da« höchste Ideal der Kunst ist.
Apolloniu«. Unter diesem Namen gibt es mehrere berühmteMänuer, von denen wir wenigstens zwei hier anführen: i) Apol-konius Rbodiu«. ein Dichter unh Schüler des berühmten Cabi-machus, bekannt durch das Heldengedicht vvm Auge der Argonauten(^rAonsuncs), welche« in vier Bücher» auch noch auf uns gckvMkmen ist. und viel Studium verräth. Einzelne Stellen darin, undbesonders die Episode von der Liebe der Medea. sind trefflich.2) A v 0 l l 0 n i « s von Tyana in Cavpadocien, dessen Geburt mir dervon Christus zusammentraf, ein Anhänger der pylhagorischcn Philo-sophie und einer der größten Schwärmer seiner Zeit. Er führte ein