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viel achtungswürdiger Völker und die Quelle einer Literatur sey»würde» die -u den ersten gebort und die dem menschlichen Geiste zuvorzüglicher Cbre gereicht. Mau darf sich darum nicht wun.ern, wenndas Gedächtniß dieses Helden ihnen tbeuer ist und wen» dasselbe vondem größten ibrer Dichter gefeiert ward. Der Sänger der Mefsia«d e hat zwei Gedichte, deren Gegenstand Hermann ist- geliefert. Un-ter den neuern Geschichtschreibern ist Schmidt (Äes.i ichte der Deut-schen, B. l) derjenige, der die Stellen der Alten, welche Hermannserwähnen, am besten benutzte.
Armuth, bei de» Katholischen Bettelorden, wird abgetheiltin die hohe, höhere und höchste. Die hohe Armuth beuchtdarin, daß ein Kloster zwar etwas von liegenden Gründen besitzendarf, jedoch nicht mehr, als das Leben zu unterhalten vonnotben ist,wie die Karmeliter und Augustiner. Die höhere Armuthbestehet darin, daß ein Kloster zwar nicht liegende Gründe, aberdoch bewegliche Sachen, als Bücher, Kleider, Verrath von Speiseund Trank, Renten und dergleichen besitzen kann, wie die Dvminika-«er. Die höchste A-muth bestehet darin, daß ein Kloster in derWelt gar nichts eignes besitzet, weder Bewegliwes noch Unbeweg-liches, welches bei den Franziskanern und vornämlich den Kapuzinernder Fall ist.
Arnauteu, die, sind eine Gattung türkischer Truppen, welcheaus Morea, Cpirns, Aleanlen und Macedonien geliefert werden, uudda Sie häuslichen Besitzungen aller dieser Völkerschaften unbedeurendsind, so ftnoen sie es vortheilhafrer, für Sold zu fecyte»; und ,o sindsie denn die Blucmiethlinge der Türken geworden. Auf der Brust tra-gen sie eine silberne Platte, und ihre Beine sind mit einer Art Harnischbekleidet; die Haare, deren Vordcrtheil abgeschoren ist, bedeckt einebis auf die Augenbrauneu vorgeschobene Mütze von rothem Tuch.Ihre Gewehre sind gewöhnlich sehr schön mitSilöer und Gold verziert.Sie haben übrigens einen ganz besondern Ruf des Muths und derTapferkeit, und werden wegen ihrer Wildheit für Abkömmlinge derSpartaner gehalten. Vergleiche auch damit den Artikel Albanien.
Arnd (Jobann), ein Theolog von der lutherischen Kons. ssion,der bei seinem Religionsunterrichte stets eine praktische Tendenz hat-te, war 1555 zu Ballenstädl im Fürstcnkbuwe Anhalt geboren. Elstudirte anfangs Medicrn; aber eine Krankheit soll ib» auf das Stu-dium der Theologie geleitet haben. Seme Vermögensumsrande wa-ren sehr mittelmäßig, und dennoch bewies .r eine solche frergebigeMilde, daß er in den Ruf kam, den Stein der Weisen zu besitze».Seine «seelischen Schriften sind voll Wärme und Salbung, und nutetdiesen ist sein wahres Christenthum die berannteste, die kästin alle gebildete Sprachen übersetzt worden ist. Dom zog er sichdurch dieses Buch, das manches enthält, was nicht mit ver Meinungder strengen Theologen damaliger Zeit stbereinstimmte, mancheStreitigkeiten zu, besondere mit Okiander. Er starb 1621 «lsSuperintendent in Zelle. Wenige Stunden vor seinem Tode batteer über die Worte aus Psalm 126: Die mit Thräne» säen,werden mrt Freuden ernten, geprcdrgi, und sagte, da eruaa> Hause kam, daß er eben eine Leichenrede gehalten habe. DieVerfolgungen seiner Zeitgenossen ertrug er mit der größten Stgnd-hafllgterr und Gelassenheit.
Arnold (3-hann), Müller in dcrNeumgrk, auf einem Gute