Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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deS Grafen von Gch mettau. Die bekannte Geschichte diesesMannes entbälr den sprechendsten Beweis von der GercchtigkeitsliebeFriedrichs lk-, dicket aber auch zu gleich, r Zeit ein trauriges Bei-spiel dar, wie ein König aus Gerechtigkeitsliebe ungerecht werdenkönne. Das FIüßchen, weiches 'Arnolds Mühle trieb, floß voreinem Gute des Herrn von Gersdorf vorbei. Dieser grub aneinem Orte, wo nach einem alten Dokumente schon vor mebr alsbundert Jadren ein Teich gewesen war. au's neue einen Teich aus;in diesen leitete er das Flnßcken und das Wasser aus dem Teichefloß wieder in dasselbe, das weiter unten die Mühle trieb. Arnoldentrichtete seinem Gutsherrn den Pacht nicht, weshalb die Gerichtedes Grafen von Schmer tau die Mühle anschlugen, die der Herevon Gersdvrf erstand. Die Müllerin darre bei dem Königeschon vorher in Schlehen über ikre Sache suppllctrt öder König kanntesie schon lange), jetzt wandte sie sich von neuem an denselben. DerKönig trug erstlich der Neumärkiichen Reg erung, dann dem Kam-mergericht in Berlin auf, die Sache zu untersuchen; in beiden In-stanzen wurde wider den Müller gesprochen. Viele Umstände verei-nigten sich, den König zu überreden, es nn rde hier die Unschuld un-terdrückt. Der König hatte die Sache durch den damaligen Oberste»von Heucking untersuchen lassen, und dieser datt> einen sehr vvr-theildaften Bericht für den Müller abgestattet. Als daher der Königdie Sentenz des Kammergerichts erfuhr, ließ er die drei Räthe, diedas Urrhel gemacht, nebst dem Groß-Rainler von Fürst zu sichrufen, kassirte den Groß? Kanzler und ließ die Räthe arretiren. DerZorn des Königs bei dieser Gelegenheit war unbeschreiblich. Er for-derte ein Gutachten vom Kriminal-Senat über diese Sache; alleiner verwarf dasselbe, und schrieb dem Minister von Ac blitz vor,wie er das Urrhel sprechen solle. Der Minister schlua dieses demKönige schlechterdings ab: worauf Friedrich an ihn schrieb: „weilihr denn nicht spreche« wollt, so will ich selbst sprechen." und sobestrafte er denn die Räthe und verurtheilte dieselben überdieß, demMüller den Schaden zu ersetzen. Unter der Regierung seines Nach-folgers wurde die Sache von neuem untersucht und das Obertribunalbestätigte im 2 - i?87 die beiden vorigen Sentenzen. Die kassirte»Rathe wurden wieder eingesetzt, jedoch erhielten auch die Arnoldi-schen Eheleute Zeichen der königlichen Gnade. .

Arnold (Benedikl), ein.r der berühmtesten Generale in derAmerikanischen Armee während des Kneas. in dem die vereinigte»Staaten um ihre Freedeit kamplten, trieb vorher Pferd, Handel.Mit vieler Wärme nahm er an d. r Revolution Antheil, und baldzeichnete er sich durch seine Kühnheit aus, so daß er in kurzer ZeitOberster wurse. Er war b^r der Wegnahme der Festung Ticende-rvga, bei der Unternehmung aus Canada. Sein Marsch über dieunbewohnten Gebirae der Landschaft Maine ist eins der kühnsten mi-litärischen Wagstncke. Er führte in den letzten Tagen des Jahres1775 ein Truvpencorps bei dem Sturme auf Quebeck an, wurdeaber znrückgeschmgen und verwundet. Doch rettete er seinen Ruhmrn dem Seetreff, n auf dem See Champlain, und in den zwei blutige»Schlachten, die Gates dem Englischen General Burgovne !M 2 .!777,Iieferte, worin er Wunder der Tapferkeit that, und durch diedas Schicksal der Nordamerikanische» Freistaaten besonders entschiede»"urde. Nun wurde er Commandant von Philadelphia, als 177zEngländer diesen Ort geräumt halten. Hier machte er «ber eine»