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Sr ist der Stifter des berühmten Ordens der Ritter der Ta-felrunde, der durch die romankischen Dichter so berühmt gewordenist. Cr starb im I. 542 und wurde zu Glassenbury begraben. Unterder Regierung Heinrichs II- gegen das I. ii8y entdeckte manseinen Sarg und fand neben seinem Körper ein bleiernes Kreuz mitfolgenden eingeqrabenen Worten: Hie s-icer «epultu» incl^rus rexXrrkueiu« in in-uls Lvslonis (Hier auf der Insel Avalen liegt derberühmte König Arthur begraben.
Artikel oder Aktienl (Lok.), das Wörtchen, welches manvor ein Hauptwort setzt, um sein Geschlecht zu bezeichnen; der, diedas: ein, e, es, desgleichen ein Tbeil, ein Stück, eine Abtheilung,z. B. die Artikel eines Friedensschlusses, worunter man die einzelnenPunkte versteht, worüber man sich vereinigt hat; oder die Artikel,die gewissen Punkte, über di( ein Verbrecher verhört wird; daherartikular,sckes Verhör, welches dem summarischen, im allgemeinenangestellten Verhör, entgegengesetzt ist. So auch eine einzelne Wa-rengattung, wenn z. B. ein Kaufmann sagt: Dieser Artikel ist nurausgegangen. Auch ein Glaubenssatz, z. B. die drei Hanptarcikeldes christlichen Glaubens. Krricnlscim, Glied für Glied, Satz fürSatz, punktweise. Artikularivn, die Znsammensügung der Glie-der und Gelenke am thierischen Körper; figürlich: die Deutlichkeit imAussprechen der einzelnen Svkben, so daß keine Sylbe verschlucktwird. Arcikuliren, deutlich, sylbcnmaßig aussprechen. Artiku-jirte Töne, Sylbentöne, die als solche deutlich zu vernehme» >sind. So besteht die Sprache des Menschen allein aus arrikullrrenTönen; die Stimmen der Thiere sind unartikulirr.
Artillerie, die, (a. d. Franz.) heißt das gesummte grobe oderschwere Geschütz, und alles, was dazu gehört. Oft heißt auch Artil-lerie: die Wissenschaft von der Zurüstung und dem Gebrauche desgroben Geschützes — die Geschützkunst. Daher auch die zusammen-gesetzten Wörter: der Artilleriepark. oder der Ort, wo allesschwere und leichte Geschütz zusammengebracht wird; der Artille- irietrain, der Zug schweren Geschützes mir allem Zubehör. Soheißt auch der Artillerist derjenige, welcher diese Wissenschaft »er- Isteht und beim groben Geschütz gebraucht wird.
Artischocken, wovon es mehrere Arten gibt, sind eine Distel-art, von der man an einigen Orten die Blätter und Ribben, an an-dern nur den flcischichten Blumenboden der Köpfe vor der Blüthe alsein Gemüse bereitet. Schon die Griechen und Römer genossen den >Blumenboden von den Köpfen einiger Disteln, ob dieses aber unsere ,Artischocken gewesen find, ist ungewiß. Diese kamen aus der Le-vante na» Sicilien, von da nach Neapel, und von da brachte Eineraus dem Hause Strotz« 1466 die erste Pflanze nach Florenz.
Artist (Lat.), ein Künstler, nach dem neuern FranzösischenSprachgebrauch insbesondere ein dramatischer Künstler, ein Schau-spieler; artistisch: künstlich, zur Kunst gehörig. Z. B. artistisch,rGeschmack: Kunstgeschmack; artistische Ausstellungen: Kunstaus-stellungen.
Artors (Karl Philipp, Graf von), zweiter Bruder Lud-wigs XVl., geboren zu Versailles den y. Oktober 1757, vermähl»den iü. November 1775 mir Maria Theresia von Eavoyen, mitder er zwei Söhne zeugte. Durch seine Liebenswürdigkeit und seine ^Verschwendungen berühmt, galt dieser Prinz für eine» Beschützer derWissenschaften. Er erklärte sich vvm Anfange der Revolution gegen