Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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„vng, verbreitete Tod in ihre Reiben, und Attila, von allen Sei-ten bedrängt, zog sich mit Mühe in sein Lager zurück. Dieß ist viel-leicht die blutigste Schlacht, die je in Europa geliefert worden ist,denn »ach einigen gleichzeitigen Geschichtschreibern sollen i6o,<x-oTodte das Schlachtfeld bedeckt haben. Im Lager ließ Attila alleseine Gerathschaften und Schätze auf einen Haufen zusammenbrin-gen , um rm äußersten Falle sich mit diesen zu verbrennen. Alleintheils hatten die Sieger selbst zu viel gelitten, theils zu wenig wü-thige Anführer, um es zu wagen. Man begnügte sich, in derNacht sich wieder zu sammeln, erwies dem mühsam aufgefunde-nen Leichnam des Königs Lheodorich (Dietrich) die letzte Ehreund rief seinen Sohn Thorismund auf dem Schlachtfelde zumKönige aus. Attila entging auf diese Arr seinem völligen Un-tergänge. Die Franken allein setzten dem Attila feindlich nach,und verfolgten ihn seitwärts, bis er über den Rhein war. — Mehrgereizt, als muthlos, suchte Attila neue Gelegenheit, Italienanzugreifen, und verlangte die Honoria, Schwester ValentinHI., zur Gemahlin. Diese Prinzessin war wegen eines vertrautenUmganges nut Eugenius, ihrem Kammerberrn, vvm Hofe ent-fernt und in ein Kloster gebracht worden; diese trug dem Attilaihre Liebe an. Dieser hielt nun förmlich um sie an und verlangte dieHalste des Reichs als Mitgäbe. Da dieß ihm abgeschlagen wurde, s»drang er mit einer furchtbaren Armee in Italien ein. Der Kaiserzitterte und vergebens war das Bitten der Gesandten. Er eroberteund zerstörte Aquile>a,Padua, Vicen-a, Verona, Bergamo und verwü-stete die Ebenen der Lombardei. Alle Einwohner entflohen aufdieAlpen,Apenninen und auf die vielen ungeachteten Inseln in den Lagunen desadriatischen Meeres und so entstand Venedig. Der Kaiser hatte keineArmee ibm enrgenzusetzen. Das Römische Volk und der Senat nahmseine Zuflucht zu Thränen und Bitten, und der Pavst Leo I. begabsich mit den RLmijchen Gesandten ins Lager zum Attiia, und die-sem gelang es den Frieden zu vermitteln und Altila kehrte nachUngarn zurück. Die Römer sahen ihre Rettung für ein Wunder an,und die alten Chroniken erzählen, daß die Drohungen des heil.Petrus und Paulus den Atrila geschreckt hätten, und diese Legendehat die Kunst des Raphael und Algarde verewigt. Da Attil«die Honoria nicht erhallen hatte, so wollte er sie zum zweitcü Malemir dem Schwerte in der Hand fordern, aber ein neuer Zuwachs zusemen zahlreichen Weibern an der schönen Ild ikv, mir welcher ersich feierlich vermählte, hielt ihn ab, seine Drohungen zu erfüllen,und bei dieser Gelegenheit überließ er sich allen Ausschweifungen derWollust. Am Tage nach der Hochzeit drangen die Hofleute und Krie-' dir ungeduldig waren, ihren Herrn zu begrüßen, in das Zelt,und hier fanden sie die Ildiko verschleiert bei dem erstarrten Leich-name rhre» Garren sitzen. Während der Nackt war er in seinemElSnen Blute erstickt im I. 45Z. Sein Körper wurde in drei Särgeveischloffen, der erste war von Gold, der zweite von Silber und derdritte von Elfen. Die Gefangenen wurden erwürgt, die das Grabgemacht hatten, und so wurde er bei der Nackt begraben. — Er hatteeinen dicken Kopf, eine stumpfe Nase, breite Schultern, eine kurze,unförmliche Taille und ganz das Ansehen eines Kalmücken.

Attisch, Arheniensisch (s. Athen). Da Athen der Sitz desGeschmacks und der Feinheit war, so heißt Attisch so viel «Is -c-zchmackvoll, fern.

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