Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
Seite
156
JPEG-Download
 

r,56 Aug

entthronen zn fassen. — Dieser schickte, die Gräfin von Königsmark,seine Maitreffe, an Karl, um einen guten Frieden zu bewirken,aber sie erhielt nicht einmal Audienz und als nun der Prima» selbstins Schwedische Lager ging, um einen Friede» zu unterhandeln, er-klärte >hm Karl laut, daß er den Polen keinen Frieden geben würde,bis sie einen andern König gewählt hätten. So begann der Kampfaufs Neue. Di" beiden Armeen trafen sich zwischen Warschau undCracau; August hatte 24,000 Mann, Karl nur die .Hallte; alleingleich vorn Antang der Aktien wichen die Polen und unerachtet derBravour der Sachsen und AngnstS persönlicher Tapferkeit, erfochtKarlden vollständigsten Siez. Ar verfolgte August persönlich bis«ach und durch Cracau und er wurde ihn erreicht haben, wenn ernickst um dem Pferde gestürzt wäre und einen Fuß dabei verrenkthätte. — August benutzte die Ruhe, welche ihm dieser Umstand eineZeitlang vor Karl» verschaffte, sich wieder Freunde in Polen zn ma,chen. — Die Gefälligkeit und Glätte seiner Manieren^ seine Leich-tigkeit in Versprechungen rissen die versammleren Woiwodcn wiederhm, der Minisnr, den Kaiser Leopold auf den Reichstag geschickt,unterstützte August ebenfalls und so wurde ihm eine Armee von 50,000Mann uno den Insurgenten eine ftchSwvcheniliche Frist zur Unter-werfung zugestanden, alle,11 Letztere hatten in Warschau eine Eonfö-deratto» organisirt, die Karlzu unterstützen in Begriff stand . nach-dem er sich von seinem Sturze erholt hatte. Kali makschirte auch«nerwarrek gegen die Reste der Sächsischen Armee die bei Pulrnskstand und von neuem geschlagen, gelang eS dem Marschall Stenaunur nnt Mühe, sich mit zwei Regimentern zu retten. Am iy. Apr.1704 erklärte nun der zu Warschau versammelte Reichstag Augustfür unfähig die Polnische Krone zu tragen. Ein Interregnum wurdepublizier und man bestimmte den ir. Juni zur Wahl eines neuenKvnigS. Die öffentliche Meinung und Karls Wille bezeichneten Ja-kob So bicski zum Lbrone; — allein Augvst wußte «dermal diesenseinen Nebenbuhler zu beseitigen. Sobreski wurde nämlich nebstseinem Bruder K 0 » st .1 n r i n, als sie in der Gegend von BreSlau sichauf der Jag» befanden, von dreißig Sächsischen Reitern über-fallen und bttde als Gefangene nach Leipzig gebracht. — Man botzwar ihrem dritten Bruder Alerander jetzt die Krone an, alleindieser lehnte solche ab, und man wählte nun am 12. Juli 1704 Sta-ut S l a u s L e c z i n S l y W 0 iw 0 den von Posen. August versuchtebald nachher au» diesen in Warschau selbst, daS unr mit i zoo Mannbesetzt war, aufzuheben, was ibm aber miSlanz, obgleich er dieSchwedische Besa.mng vom Grafen Horn kommandirt z» Gefange-ne» machte. Un>rucktet aller Anstrengungen Augusts und der ibmvon Peter zugeschickten Hülfe, triumphiere Karls Glück und Geniusüber alle Hindernisse, und der Schwedische General Renschild er-focht bei Fraucnstadt den iz. Febr. 1706 einen vollständigen Siegüber den Grafen von Schnlcnvurg, Sächsischen Feldmarschall. --Karl drang jetzt in Sachsen ein. August, der in Polen beim Russische»Heere geblieben war, suhlte endlich die Nothwendigkeit Frieden zuschließen, allein nw sich nicht mit Peter zu brouillirc», der von keinemFrieden etwas wissen wollte, mußten die Uuterbandiltngen ganz l»geheim geschehen und er gab daher seinen Abgeordneten unbegränzteVollmacht. Karl schrieb sehr harte Bedingungen vor: VcrzichlleistungaufdiePolniiche Krone; Anerkennung vvnEtanislaus; Aufhebung derMianz mir Rußland; Freilassung Per beiden Fürsten SobieSkp,