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die großen und liebenswürdigen Eigenschaften seines Vaters, folgteer dennoch in äußern Dingen ganz dessen Beispiele, indem auch er sichdurch glänzende Feste und eine ausschweifende Hofhaltung auszeich-nete. — Auf Gemälde, und die Uiiteihaltnug seiner Kapelle ver-wendete er ungeheure Summen, ohne ledech von beiden etwas zu ver-stehen. — Seine einzige Leidenschaft war die Jagd, und er überließalle Regierungssorzcn seinem ersten Minister und Günstlinge demGrafen von Brühl (s. d. Art.) der dabei schlau genug war, den schwa-chen aber stolzen und auf seine Autorität eifersüchtigen Monarchenin der Idee zu erhalten, daß er letztere doch selbst ausübe. WasBeider politisches System anbelangt, <v hatten sie kein anderes alsgänzliche Abhängigkeit von Rußland. — August zog den Aufent-halt in Dresden dem in Warschau vor, aber leine lange Abwesenheitans Polen ließ hier die Regierung in gän fliehe Untbätrgkeit versin-ken. Niemals waren die jährlichen Reichstage unruhiger, aber auchnie zweckloser durch die Hartköpfigkeit der Mitglieder. Während derganzen Dauer dieser Regierung versammelten sich die Repräsentanti nder Nation immer ohne Erfolg oder Nutzen, und fast immer gingender frivolsten Verwände wegen, die Reichstage aus einander. A n-gu st war zufrieden, wenn er nur wieder nacv dem gelierten Sachwnzurückkehren konnte, und so blieb dreißig Jahre lang dieses großeReich beinahe ohne alle Administration. — Bei aller dreier Organi-smen Anarchie, schien Polen doch zufrieden und glücklich. In Sach-sen war dem nicht so. Durch die schnelle Vergrößerung Areuß-ns be-unruhigt verband August sich mit der Konigin vv» Ungarn. Erverpflichtete sich, dieser ver mittelst der Substdien, welche England undHolland ihm zahlen wvllkvn. zo,ovo Mann Hnlfstrupvn zu stellen.Er ließ solche in Schlesien einrücken, wo sie sich mit der Ocstrei«disch-nArmee vereinigten, ab-reinc gänzliche Niederlage ersttten. — Fried-rich griff jetzt Sachsen selbst au u»d schlug unter den Mauern vonDicSden die Sächsiicbe Armee «dermal am iz. D.c. 174;. Augustverlieh seine Havptstadt, rettete seine Gemache nnd Porzeliarne, ver-gaß aber die Staatsarchive, die in die Hände des Siegers fielen. —Erst durch einen demüthigenden Frieden erhielt er im nächsten JahreSa»sen zurück. — 1756 sah sich August anls neue in einen Kriegmit Preußen verwickelt. — Vergeb.ns versuchte er, das Unacrvittervon seinen Staaten abzuwenden, '.»dem er Friedrich Neutralrtäts-vvrschläge machen ließ. Dieter lehnte solche ab und August verließseine Hauprstadt am 10. Sept. »nd begab sich ins Sächsische Lagernach Prrna, wo 1700O Mann Sächsische Truppen versammelt wa-rcn. — Friedrich umzingelte hier die Sachten, die sich endlicham iz. Ocrbr. zu Gefangenen ergeben mußten. Au auit flüchtetestr seine Person auf den Ktnigstcin und späterhin nach Polen. —Hier, wo seine Autorität schon vorher nicht lehr geachtet wurde,wurde sie es »ach dem Verluste Sachsens noch weniaer. Carhari-nens Gekangung auf den Russischen Thron wurde fnr ibn eine neueQuelle vielen Verdrusses, da Catharina die Sächsischen Fürsten,welche letzt Alliirte von Frankreich geworden waren, aus alle Welsezu necken und selbst vvm Polnischen Throne zu verdrängen suchte. —»» daher kaum der Huberteburgcr Friede geschlossen, als erWarschau verließ und nach Dresden zurückkehrte, wo er aber schonam 5. Febr. 1763 an einem Anfalle von Gicht, die ibm in hie Blusttrat, mit Tode abging. Auch er hatte wie sein Vater bei seiner Ge-Rngnng zum Polnischen Thron die katholische Religion angenommen,«ein Sohn Friedrich Ehrisria» Leopold folgte ihm als Kur-