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Mailand, um Hier die Stelle eines Lehrers der Beredsamkeit einzu-nehmen. Der heil. Amdrosius war hier Bischof und durch die Re-den desselben lernte er das Christenthum hochachten, und das Leiender Briefe Pauli brachte eine völlige Lebens - und Sinnesänderunghervor. Die katholische Kirche hat den z. Mai ein eignes Fest zumAndenken an diese Begebenheit. Er zog sich in die Einsamkeit zurück,schrieb hier mehrere Bücher, und bereitete sich auf die Taufe vor, dieer im zz. Jahre seines Lebens mit seinem Sohne Adcodat aus denHänden des Amdrosius erhielt. Er kehrte nach Afrika zurück, ver-kaufte seine Güter, gab den Gewinn daraus den Armen und behieltnur so viel für sich, um mäßig leben zu können. Da er einst in derKirche m Hippon war, zeigte der Bischof, der sehr alk war, das Verlan-gen, einen Priester zu weihen, der ihn unterstützen und einst als Bi-schof folgen könnte. Auf Bitten des Volks trat er in den geistlichenStands predigte mit außerordentlichem Erfolg, und wurde zyz Bischofzu Hippo». Er geriet!) mir dem Pelagius in heftigeStreitigkeitenüber die Lehren: der freie Wille, die Gnade und die Prädestination,und über diese hat er ein eignes Buch geschrieben. Augustin be-hauprece, daß der Mensch bloß aus der Gnade, aber nicht durch guteWerke gerecht iverde- Er starb den 28. Anglist qzo, da Hlppon vonden Wandalen belagert wurde. Es hat bei weircr gelehrtere Kir-chenvater gegeben, die eine bessere Sprache und einen reinern Ge-schmack hatten, aber keinen, der es verstanden hätte, mehr das mensch-liche Herz zu ergreifen und für Religion zu erwärmen. Die Malergaben ihm in ihren Gemäleen zum Symbol ein flammendes Herz.
Augustus, Ocravius Cäsar, Sohn des C. Ocravius und derAccia, wurde üyl n. E. R. zu Rom geboren. Da er seinen Vaterfrüh verlor, nahin ihn Julius Cäsar an Kindes Starr an, wrlchem erauch im ,ü. Jahre seims Alters in den Spanische» Krieg folgte. Seineglänzenden Verbindungen, zu weichen seine Talente, vorzüglich seineGeschmeidigkeit des Geistes, kamen, machten ihn geschickt, bei derdamaligen kritischen Lage der Römischen Republik schon seist früh eineglänzende Molle zu spielen. Ueber seine politische Laufbahn bis aufdie Schlacht vor Aktium, s. den Artikel An tvnius. Diese Schlachkgab ihm die Herrschaft über Rom und die Welt. Bis hieher war ersehr grausam gewesen; jezt machte er sich durch Milde beliebt. Mangab ihm den Tirel Cäsar für immer, und der Senat gab ihm den Na-men Augustus. Er war fein genug sich das Ansehe» zu geben, als vi-er die Oberherrschaft von Zeit zu Aeit wieder abgeben wolle — er ließsich bitten sie zu behalten, und nahm sie dann immer nur auf einigeJahre wieder, welche jedoch immer wieder verlängert wurden. AlsKaiser wußte er sich allgemein liebenswürdig zu machen, auch liebteund beschützte er die Wissenschaften. Von seiner erfreu Gemahlin! Ekribonia hatte er die berühmte Julia, die str hernach ihres Le»l bens wegen aus Rom verbannte- Von der andern Gemahlin Lima,die er ihrem Manne hochschwanger wegnahm, hatte er keine Kinder;
I allein er nahm ihren Sohn Tiverius an Kindcssiatc an. Die Ge-schichtschreiber werfen ihm schamlose Wollust vor, und malen sei»i häusliches Leben nichts weniger als glücklich. Wegen der große»Köpfe, die damals lebten, ist das Jahrhundert des Augustuseines der glänzendsten in der Geschichte. Eine meisterhafte Echtlde-j rung seines Charakters findet man in Wielands Briefe» des Horaz.
An monier, (aus dem Franz. — spr. Omonieh), Almvsenier:> so wird in Frankreich einer der angesehensten katholischen Geistlichen^ Lonv. Lex. Erster Band. L