Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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genannt, welcher am Hofe den Gottesdienst verwaltet. Der Vorste-her derselben, Grand-Äumonier, (ipr. Grand-Omonied) oderGroß-Almosenier, begleitet die höchste geistliche Wurde, und seit'! üoöwurde sie alle Mal von einem Kardinal verwaltet.

Aureug-Aevb, (Zierde des Lbrvus,) wurde den 20.Oct. 1619zum Unglück für seine» schwache» und unglücklichen Vater geboren.Damals war sein Großvater Djebängnvr auf dem Thron von Hindo-stan, und hatte eine solche Freude über den Zuwachs seiner Familie,daß er ihm diese» Namen beilegte. Da er 9 Jahr alt war, kam seinVater EH-ib-DiehLn zur Regierung, und Aureng - Zevb kündigre da-mals durch sein ernstes Acußere, durch sein häufiges Beten und durchseinen Geschmack für Einlamkeit, sesne versteckte Heuchelei, seine Vor-sicht und seine weit hinaus gehenden Pläne au. Er ließ sich bald unterdie Fakvrs aufnehmen, trug ihre Kleidung, und zeigre die Neigung,sich nach Medina ans Grab des großen Propheten zu begeben. Aberim 20. Jahre legte er den Koran, den er immer unter dem Arme trug,eine Zeitlang weg, führte mit Glück und Gcschlcklichkeil eine An-zahl Truppen an, und erhielt das Gouvernement von Dekehan. Hierwollte er einst den Fakirs einen Beweis seiner Liebe und Freundschackgeben, bat sie zu einem großen Gastmale, und norhigt« sie, so sehr siesich auch sträubten, neue, anständigere Kleider anzuziehen- Er ließdiete alte» Gewänder sogleich verbrennen und man fand darin eineaußerordentliche Menge Gold-und Silberstücken, die ihm großeDienstethaten, als er mit seinem Bruder Krieg suhlte. Er veruneinigte seiueBrüüer, unterdrückte mit Hülfe des einen den ander», und lockre sei-nen Vater in das Innere seiues Harems, den er hier festhielt. §rließ einen nach bewundern umbringe» und bestieg im Jahr 1659 de«Thron von Hiudostan, und nahm den Namen Aalem Guyr an/ Erregierte sehr weise, beförderte, den Wohlstand seines Volks, sah strengauf die Verwaltung des Rechts .und auf Sittlichkeit, und suchte seineeigne Macht zu begründen. Zwei Söhne, die versucht hatten, sich einePartei im Staate zu machen, ließ er festsetzen und durch langsamtödtendes Gift hinrichten. Er hatte viele Kriege, eroberte Gvlconvaund Visapur, und nach und nach wurden die Marotten von den Mon-golen ganz aus ihrem Vaterlande vertriebe». Er starb den 21. Febr-1707, nachdem er 50 Jahre, 2 Monate, 27 Lage regiert harte.Nach seinem.Tode gerierh das Reich der Mongolen in Verfall, undKriege /zwischen seinen Söhnen brachen gleich »ach seinem Tode aus,und andere eroberte Provinzen sucyten sich »nabbäugig zu machen-Um zu sehen, wie gerecht er war, kann folgende Anekdote diene», direine andre neuerer Zeit ins Gedächtniß zurück rufen wird. Da Aureng-Zeyb in Dekchau sich gelagert hatte, leiteten seine Soldaten eine»Bach ab, der eine Müble trieb, die «stein eine Frau und eine Fa-milie ernährte. Er erfuhr es, und ließ nicht nur den Bach in sei»voriges Bette leite», sondern bat sie um Vergebung wegen des Mrechts, das er ibr gethan habe, uud gab ihr ansehnliche Geschenke. ,

Auripigmenc, insgemein Opermeut, ein schweres gelbes M>- >neral, aus Schwefel und Arsenik, das zur Malerei gebraucht wird.

Aurora, (Mvrhol.) eiue Tochter des Hyperion. Diese Götti»ist' eigentlich die personificirte Morgenröthe. Von ibr sind die starkenWinde und der Morgenstern geboren. Die Dichtung sagt, sie erscheineaus der dunkeln Lust am frühsten Morgen, hebe mit.Hosenstnger»den Scklejer der Nacht auf, und ver/chwinde, nachdem sie eme Weilegeleuchtet, wieder vor dem Glanz des Tages. .

Ausbeute, im Bergwesen, ist der reine Gewinn der Gcwek-