Bas 209
Partie ist, welcher alle Stimmen untergeordnet sind. Als einzel-nes Instrument betrachtet, hat der Baß (auch Violono ge»Nannt) heut zu Tage gewöhnlich vier Saiten, und geht vom tiefen a(die Stimmung von unten auf ist s. s. ä. §) bis ins a und «. Derkleinere Baß (Va»»stto. oder gewöhnlich Violoncello genannt) w'rdebenfalls mit 4 Saiten bezogen, fängt in der Liefe vom großen c an,(die Stimmung ist folgende: 0. x. 6, ,) und geht bis ins t auch x.
Basfa, richtiger Pascha, ein ausehnlicher Befeblsbabr überdie Ariegsvölker oder eine Provinz bei den Türken. Den Vorneh-mer» unter ihnen werden drei, den andern zwei Roßschweife vorge-tragen. und dieselben bei ihren Zelten vorgesteckt. Weder ihre Würdenoch ihr Vermögen ist erblich, und ihre Kinder können (wenigstensder Lebzeiten der Vater) nicht hoch avanciren. Davon ist zu unter»schnden Pascha. ^
Lasso-taills, (Musik) die Tenvrstimme; it. Tenorist; ic.Lenorgerge oder Tenorflöte; in der Baukunst etwas erhabene oderhaiv erhabene Arbeit; ir. die Art und Wissenschaft, dergleichen: Ar-beit zq machen.
Bäffet Horn, das; das tonreichste unter den Dlas-Jnstrumen»te», wegen seiner krummen Biegung auch Krummhorn genannt,und, wie man glaubt, in Passau erkunden. Es bat vier volle Octa»ven, die sich vom kleinen 0 anfangen, und so fort nach der Höhe z»liegen. Das Instrument ist von Holz, die Form desselben ist ein hal»der Mond; am Ausgange desselben befindet sich ein viereckigerKastcn,in welchem drei Kanäle befestigt sind; am Ende des letzten Kanalssteckt ein von Messing zusammen gedrücktes Schab,stück. Es hat sie»den Löcher und sieben Klappen, und wird wie die Clarinette gebla»sen, bat auch ein solches Mundstück.
Bassi (Laura Maria Catharina) geb. zu Bologna 1711, gest»!7?8, ein gelehrtes Frauenzimmer, welches, nachdem es die philoso-phische Doktorwürde erhalten hatte, von dem Narbe zu Bologna einephilosophische Professur mit einem ansehnlich n Gehalt bekam, uni»von vielen Akademien zu einem Mitgli. de aufgenommen wurde. Sielehrte die Erperimeutal-Pbysik öffentlich, und war in allen Theile»der Philosophie, wie nicht minder in den schönen Wissenschaften, i»der Dichtkunst, in der Griechischen Sprache und in der Mathematikerfahr.'». Außerdem hatte sie noch das Verdienst» daß sie eine guteHausmutter und eine angenehme Gesellschafterin war. Ihr Eheman»war Ioh. Joseph Veratti, Professor der Medicin.
Bassin, das, heißt ein großes Wafferbebältniß, welches theilsin den Gärten zur Schönheit derselben angelegt und mit einemSpringbrunnen versehen. theils aber auch zu anderweitem Gebrauch,zum Auffangen des Wassers rc. gebraucht wird. — B.i dem Seewe-sen ist es ein Ort in einem Meerhafcn, wo die Schiffe des SkaatSvor Sturm und Wellen sicher liegen können. So sagt man: daSBassin von Loulou, von Havre rc.
. Bastard, der, ist eigentlich ein zwar in rechter Ehe, aber miterner Mutter von ungleichem vdsr niedrigem Stande erzeugtes Kind;dann aber, und in der jetzt gewöhnlichen und bekannten Bedeutungbeißt es ein außer der Ehe erzeugtes — ein natürliches Kind. Dahernun wird auch figürlich alles, was in der Natur von der gewöhnli-chen Art abweicht, und besonders, wenn es schlechter, als gewöhn-lich, ausfällt, Bastard genannt. S? gibt es deren z, B, untkl?
L»nv. Lex. Erster »and. S