Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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208 Bas Baß

deßwege«, welk den Christen die Basiiicä der Heiden z«r Uebung ih-res Gottesdienstes angewiesen worden seyen.

Basilisk, der, ist eigentlich eine »Art gelber, sehr giftigerSchlangen in Afrika. Indessen hat man daraus ein Wundertier er-dichtet, welches die Gestalt eines Halms mit bunten Drachenflugelnund einem Drachenschwanze haben sollte. Sein Blick sollte so giftigseyn, daß alles, was er ansähe, sogleich getödtet würde — dieBasili sken-Blicke sind daher auch zum Sprichwort geworden —>und er könnte auch nicht anders gelobtet werden, als wenn man ihmeinen Spiegel vorhielt; sein eigner giftiger Blick müßte vann selbstihn todten. — Uebrigens hiess sonst eine A:r großer Kanonen, oderdie doppelten Feldschlangen ebenfalls Basilisken.

Bases, die, der Grund, worauf etwas ruht, die Grundlage— auch der Fuß in der Baukunst.

BaSkerville (Johann) ein berühmter Englischer Schnftgießerund Drucker, wurde 1706 zu Wvlvcrley in der Grafschaft Worcestergeboren. Anfangs machte er den Gchreiblehrer und Lakirer in Bir-mingham, und unternahm erst 1750 neue Schriftzeichen zu gie-ßen, die nach vielen Versuchen erst zu seiner Zufriedenheit gelangen.Er machte seinen ersten typographischen Versuch in einer Quarraus-gabe deS Virgil, die damals eine Guinee kostete und jetzt mit dreiGuineeir bezahlt wird, und fuhr dann fort mehrere Englische Klas-siker und andere Werke zu drucken. Doch stehen diese dennoch denWerken von Didvt und Bodoni weit nach. Merkwürdig ist ernoch durch einen außerordentlichen Haß gegen jeden religiösen Kultus,besonders den katholischen, so daß er sich in seinem Hauke eine kleinePyramide erbauen ließ, die er zu seinem Begräbnisse bestimmte, um inicht unter die Christen begraben zu werden. Er starb den 18. Ji-nuar 1775 in einem Alter von üy Jahren.

Basrelief, das, (von b->». niedrig, und rollst, erbabcneArbeit); niedrige, weniger erhabene Arbeit; im Gegensatz desHaut-relief, (von lrsuc. hock, und rollst, erhabene Arbeit; hoheganz erhabene Arbeit). Der Unterschied zwischen Haut - und Baske- Ilief wird jedoch in der Sprache des gemeinen Hebens wenig beobachtet,in welcher man sich gewöhnlich des Worts Basrelief bedient, und ^darunter mehr oder weniger erhabene Figuren denkt, die auf einemflachen Grunde dargestellt sind. Die alten Griechen bedienten sichdieser Arbeir sehr häußg, sowohl in Werken der Baukunst als auchin Geräthschasten; die größte» Künstler zeigten sich in dieser Art-Arbeit, und Praxiteles arbeitete in den Giebel eines Tempels desHerkules die zwölf Thaten desselben. Ein sehr gewöhnlicher Gegen-stand des Basreliefs waren die Bacchanalien. Auch in den er, reuZeiten von Rom waren schon erhabene Arbeiten an den Giebeln undvon gebrannter Erde. Verdienstvolle Künstler haben von den bestenantiken Basreliefs Gypsabgüsse verfertigt, auch haben sich neuereGenies in dieser Art Arbeit versucht.

Baß, der, bedeutet in der Musik überhaupt den Umfang dertiefsten Tone. In der VvcalmuNk oder dem ausübenden Gesängeist der Baß die letzte von den vier angenommenen Stimmen, welchedie tiefsten Töne der menschlichen Stimme enthält. In der In*strumenral-Musik wird der Name Baß ebenfalls derjenigenPartie derselben gegeben, welche die tiefsten Töne angibt, nut de-nen die höher» Töne eine Harmonie machen, und welcher der-Grund der Harmonie «nss bei jedem Lonstücke eine sehr wesentliche