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4) Jas» und Fischte! keine ausschließende Gerechtsame des Fnrste»und Adels seyn, 5) die Frohndienste billiger bestimmt werden undein Lehnsherr von seinem Lehnsmanne nicht willkürliche Dienste for-dern u. s. w. — Der Bischof versprach, diese Forderungen zu erfül-len; allein die Bauern, die dieß nur halb glaubten, ergriffen dieWaffen, und selbst die Bürger, dir er zu Hülle rotte, traten aus dieSeite der Bauern. Vergebens schrieb der Biüvof einen Landtag aus,um die Unruhen zu stillen, vergebens ließ er einen der Anführer hin-richten; die Bauern fingen nach Ostern 1525 an, mit Wasstngen Wurzbnrg zu ziehen, so daß der Bischof sich genöthigt sah, nachHeidelberg zu fliehen. Nun durchzogen die Aufrührer ganz Franken,und in den Klöstern, Rittergütern und den Orten, wo man ihnenWiderstand leistete, wurde alles ausgeplündert, zerschlagen, gemiß-handelt und die Orte selbst in Brand gesteckt. Au» die Stadt Wurz-hurg ergab ficb ihnen, doch suchten sie vergebens die Festung dersel-ben, Marienderg, zu erobern, ungeachtet sie solche »nr schweremGeschütz beschossen. Sie zogen daher von hier weg, wurden aber vonden gegen sie ausgesendeten Truppen bei Königshöfen, und euranderer Hauken d.rsclven gleich darauf bei Sulzdvrf geschlagen.Beide Schlachten lockeren ibnen ycxxa Mann, und weil man lvnerrSchuld gab, daß sie geschworen hatten, keinem Gefangenen Pardonzu geben, so wurden ihre Gefangenen ebenfalls niedergehauen. L-urz-burg mußte, sich wieder an die Sieger ergeben; 8. Jmn 1525zog der Bischof wieder hier ein, und stellte in kurzem dre Ruhe ganzwieder her, indem er noch mehrere Aufrührer hinrichten ließ. DerKrieg war nun zwar hier aeendigt.; allein I8Y Schlosser und Burgenwaren theils zerstört, theils verbrannt, 2ü Klöster vernichtet undgegen > r,ooo Manschen hatten ihr Leben verloren. In Lothringen,am Ober-Rbein und im Br.ioqau hatten ebenfalls die Bauern dieWaffen ergriffen; allein in den beiden ersten Landen wurden sieebenfalls in mehren. Treffen geschlagen, und im Breisgau legten siebald selbst die Waffen nieder. So war dlestr Bauernkrreg mFranken und Schwaben gestillt, nachdem er wenigstens an 50,000Bauern das Leben gekostet hatte, ohne daß sie ihren Zweck , Bernnn-derung ibrer Lasten, erreichten. die sich vielmehr letzt hier und vavergrößerte». Auf diese Unruhen i» Franken und Sckwaben folgteaber der Bauernkrieg in Sachsen und Thüringen, den besonbersThomas M ü »z er (s. dies. Art.) veranlaßte. ^ ...
Baukunst, die. Es fragt sich: gehört die Baukunst unter dieschönen oder bloß unter die mechanischen Künste? Mau kann dieseFrage mit Ja und mit Nein beantworten: mit Nein, wiefern dieSchönheit ,n den Werken der Baukunst dieser Kunst Nicht eigen-thümlich, sondern von der bildenden Kunst entlebnt ist; mtt Ja, wie-fern in dieser Rücksicht jeder große Baukünstler zugleich Genie fürdie bittend- Knust, welche eine schöne Kunst ist, haben muß. Mantheilt die Baukunst in die höbere und in die niedere; die Werke dererster», baden ausdrückliche Beziehung aus edle, würdige, geheiligteBedürfnisse und Handlungen der Mensche», die letzter» nicht. ,
Baum, So heiß,» unserm Klima solche Gewächse, die mitStamm und Beste» mehrere Jahre dauern, und wovon Wurzel,Stamm und Zweige innerlich holzig sind. Ein Baum hat eine»Stamm; Strauche treiben mehrere Stämme aus einer Wurzel. DieTheile deS Baumstammes bestehen aus Rinde, Holz und Mark, vondenen noch in besondern Artikeln soll gehandelt werden. Hier nur