Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Day 219

Herzog von Gavoyen dem Alliirten Frankreichs, der ihn unter seinePagen aufnahm, und er war bei dessen Gefolge als der Herzog KarlViil. in vyon aufsuchte. Dem Könige gefiel die schone Haltung deSjunge» Bavard', erbat ihn vom Herzog und vertraute ihn der sorg-fältige» Ausbildung Pauls von Luremdurg, Grafeu von Ligny, derauch das lebhafteste Interesse an ihm nahm. Die Turniere eröffne-ten ihm frühzeitig ein weites Feld des Ruhms und der Ehre; aberbald;ie>en ihn ernstere Kämvfe, da er Karl Vlll. »ach Italienbegleitet , wo er Wunder der Tapferkeit that und viele Beweisedes S elmuthF gab. Wie Horatius Cocles vertheidigte er allein eineBrocke über den Garigliano, und kettete die Französische Armee, in-dem er oen Marsch des siegenden Feindes hemmte. Da Papst Ju-lius II. ein Feind Frankreichs geworden war, ging er dem Herzogvor Zerrara zn Huste, und rettete dem Papst, den er gefangenneh-men wollte, das Leben, als ein Verräth« sich erbot, ihn zu vergif-ten. Bei ein m Sturm auf Breecia wurde er heftig verwundet undin das Haus »>.' es Edelmanns gebracht, der entflohen war und seineFrau ni d beiden Töchter der Rohkeit der feindlichen Soldaten Preisgegeben hatte. Die Mn:l r empfing weinend den tödtlick verwun-deren Krieger, und beschwor ihn', das Leben und die Ehre ihrerTochter zu retten, und so machte er dieses Haus zu einem Aufent-halte des Friedens und einem Zufluchtsorte der Unschuld. Er genaßhier wieder von seinen Wunden, kehrte zur Armee und wies jedeBelohnung, die ihm die dankbare Familie anbot, standhaft zurück.Da Franz I. aufdiN Thron gelangt war, sandte er ihn als Gene-talljeulenaat in die Dauphine, und er erfocht den berühmten Siegvon Marignan, nach dem sich der König von ibm zum Ritter schlagenließ. Karl V- bedrohte Champagne und hatte seine Armee vorMezittes vereinigt, und man schlug dem König vor, diesen Ort zuzerstören und die ganze Provinz ,u verheeren. Aber Bayard schau-derte vor diesem feigen Plane zurück, und sagte dem König: »nrdann ist ein Ort schwach, wenn ihn Lerne ohne Herz vertheidigen,tzr warf sich in diese Stadt und beschloß, sie bis auf den letzten Mannzu vertheidigen. Jeder Angriff seiner Feinde wurde zurück geschla-gen, und da es ihm gelang Zwist unter den feindlichen Anführernzu erregen, so wurde die Belagerung aufgehoben, und Karl V.Verhindert ins Herz des Königreichs einzudringen. Seine letzte Un-ternehmung war gegen die Genueser, worin ihm das Glück denRücke» wandte, und seine Truppen ungeachtet seiner Tapferkeit sichzurückzogen. Bayard wurde am zo. April 1524 rödrlich verwuu,ret, und starb wenige Tage darauf. Man hat von >bm mehrere Le-bensb, ichreibnngen und seine Thaten haben den Stoff zu Romane»und Tragödien gegeben.

Bayern, ein Königreich der Rheinischen Bundesstaaten inDeutschland. Es gränzt seit igio an die Großherzoglich Würzburgi-sche, Herzoglich Sachsen Hildburgshausische und Sachsen Kvburgische,Fürstlich'Reußische, Königlich Sächsische, Kaiserlich Oesterreichische,Königlich Italiänische Lande, dann an das Furstenthum Lichtenstein,die Königlich Wjrrembergische und Großherzoglich Badensche Lande.Der Flächeninhalt betrug izog gegen iszü Quadratmeilen, und dieWolkSmenze 3,500,000 Einwohner, aber nach dem Wiener Frieden

wurde eS izio, ungeachtet einiger Sessionen im Süden und Westen,

«och beträchtlich vermehrt. Das Land enthält beträchtliche Flüsse,worunter die Donau der größte ist, viele Seen, große Gebirge, wor-