Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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Ketten fort und verbreiten sich nach allen Seiten hin, daher ein Zu-sammenhang der größten Gebirge. Mehrere Inseln bestehen, wiedie Gebirge auf dem festen Lande, aus Felsenmassen. — Die un-geheuern Vergmaff n zogen von jeher die Bewunderung der Men-schen auf sich. Man gab sich nicht nur Mühe, solche zu ersteigen,sondern auch ihre Höbe zu bestimmen. — Die Moaresfiächen sindgewöhnlich der Standpunkt, von wo aus die Höhe der Berge gemes-sen wird. Man findet dieselbe entweder geometrisch, d. i. durch Ab-messung einer Standlinie und der nothwendigen Winkel und darausHergeleiteren trigonometrischen Berechnung, oder durch Wasserwagen,oder endlich vermittelst des Barometers. — In Europa ist derMontblanc der höchste Berg, Man»e behaupten, gar in derganzen Welt, aber es ist bestimmt, daß der Chimbvrassv inSüdamerika ihn weit an Größe übertreffen soll. Bei der äußernGestalt der Berge findet eine große Verschiedenheit Statt: bald istihr Haupt platt, bald spitzig, bald abgerundet. Nach ihrer innernBeschaffenheit theilt man sie in Urgebirge, oder solche, die so altsind, wie die Erde selbst, und in neuere Gebirge, die das An-sehen eines spätern Ursprungs an sich tragen. — Der Granitscheint der Kern der meisten Gebirge zu seyn, außerdem bestehen sienoch aus Serpentinstein, Gneiß, Grauwacke und andern Ge-birgsarten. In den Gebirgen gab es oft Spalten, die sich nachher mitQuarz, Spath und Hornstein ausfüllten. Diese heißen in derVergiprache Gänge, und das, womit sie ausgefüllt sind, Gang-arten. Enthalten letztere Erze, so heißt man sie sandige, imentgegengesetzten Falle aber taube Gänge. — Diese neuen Ge-birge nennt der Bergmann Flötzgebirge; in diese sogenannlozweite Ordnung gehören Marmor-, Kalk- und Thon-schiefer-Gebirge. Noch eine Ordnung machen die durch Ans-brüche unterirdischer Feuer entstandenen Berge aus. wozu man dirLras- und Lavastrecken, und nach Einigen auch die Basall-hügel rechnet. — Daß die Luft auf den Gipfeln der Berge vonbeträchtlicher Hohe anders, als auf dem platten Lande beschaffen sey»müsse, ist natürlich. Sie ist da nicht so verdickt und die Sonnen-st-ab!en prallen nicht so zurück; daher gewöhnlich ein ewiger Winter;Schnee und Eis schmilzt nie. Au Vegetation ist da nicht zu den-ken. — Ueber das Einarhmen der Bergluft ist man streitig;Manche behaupten, sie erschwere das Athemholen, Andere, sie gebegleichsam neues Leben. Eine gndere Eigenschaft der Berg lufr istdie Trockenheit. Nach gemachtem Versuche enthalt die Luft aufdem Montblanc so Ma l weniger Fcucbtrgkeir, als zu Gens.

Bergbau, ber; heißt im Allgemeinen der Inbegriff aller derVeranstaltungen, weiche erfordert werden, um Mineralien aufzusu-chen, zu gewinnen und so zu bereiten, daß solche zum gemeinnützige«Gebrauch des Menschen zu benutzen sind. Die Asiatischen Bergwerkesind unstreitig die ältesten, und wahrscheinlich fand man die erstenMetalle am Tage liegen, weiches die Menschen, sobald sie ihrenNutzen nur in etwas hatten kennen gelernt, veranlaßte, sie etwas tie-fer in der Erde zu suchen. Frühzeitig muffen sie schon entdeckt wor-den seyn: dieß beweist eine Stelle im Hiob (28, I.). Au der Zeitdes Judas Maccabaus (ff im Jahre 3793) wird schon der Bergwerkein Spanien gedacht. Eurtius Rufus entdeckte im Jahre zo nachEhr.sius das erste Silberbergwerk in Deutschland, und zwar inder Wettcrau. Unis Jghr 750 hatte man in Ungarn schon ange-