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aus, und landete an der nordwestlichen Küste von Amerika zwischendem 55. und 60. Grad uördl. B. Aber Stürme mid Krankheit hin-derten ibn seine Entdeckungen fortzusetzen und er wurde wett ab aufeine wüste Jusel geworfen, die jetzt seiueu Namen führt. Schneeund Eis bedeckte damals das unwirthbare Land. Bering wurde ge-fährlich krank und starb hier am 8. December 1741. Man bat seinAndenken dadurch geehrt, daß man der Meerenge zwischen Asten undAmerika den Namen Bcringsstraße (auch Änian genannt) ge-geben hat, die von Cook noch genauer untersucht worden ist. Manfindet treffliche Auszüge aus seinen Reisen unter dem Titel: Nachrich-ten von Seereisen, die in den z. Bd. der historisch-geographischenSammlung von Müller eingestreut worden sind.
Berlepsch (Smilie von) geb. von Oppel, geb. zu Gokha 1757.vordem Gemalin des Hofricbtcrs von Berlepsch zu Hannover, seitt8oi vermählt mit dem Domänen - Rath Harnps zu Redlin inMecklenburg unweit Schwerin, mit dem sie seit 1^:4 meistens aufeiucm Landgute bei B rn lebt.
Sie gehört zu unsern geistreichsten, gebildetsten Schriftstellerin-nen, und hat sich theils in Versen, theils in Prosa versucht. IhreReime sind fließend, leicht und rein, ihre Svlbenmaße harmonisch undungekünstelt. Ihre prosaischen Arbeiten haben nicht mir qrvßrentbeilseinen edlen Ton und Leichtigkeit des Ausdrucks, sondern oft auch ei-nen männlichen Geist und überdachten, autbehandelten Stoff.
Verlichingcn (Gotz oder Gottfried von) mit der eisernenHand, geboren zu Jarthausen, war ein sehr tapferer Ritter desMittelalters. Ibn erzog sein Vetter Cvnrad von Berlichingen,den er 1495 auf den Reichstag nach Worms begleitete. Gotz tratzur Armee des Kurfürsten Friedrich von Brandenburg, dientedem Kurfürsten von Baiern in dem Kriege gegen die Pfalz undda er in demselben seine Hand verloren hatte, ließ er sich eine eisernemachen, wovon er den Beinamen erhallen hat. Er zog sich nunauf sein Schloß zurück und bekam hier Händel mit seinen Nachbarn,die in Fehden übergingen, in denen er sich durch seine Tapkerkeitfurchtbar machte; aber eben so sehr auch durch ferne Biederkeit sichAchtung erwarb. Da er dem Herzoge Ulrich von Wirlemberggegen den Schwäbischen Bund beiftand, wurde er 1522 gefangen ge-nommen, und da der herzog aus seinem Lande vertrieben wordenwar, mußte er sich selbst durch ein Lvsegeld von 2000 Fl. frei machen.AIs der Bauernkrieg ausbrach, nöthigten ihn die Aufrührer sie anzu-fübren, aber nach vier Wochen wurde er von neuem gefangen genom-men und konnte seine Freiheit nur unter dem Versprechen einer gänz-liche» Untbättgkeit erhalten. Er starb den 23. 2 »l. 1562, und manhat von ihm selbst eine Beschreibung seines Lebens, die 1775 in 8.m Nürnberg mir Anmerkungen zum zw'iren Male gedruckt wordenist. Dieses Buch enthalt ein vortreffliches Gemälde des geselligen Le-bens und der Sitten des Mittelalters. Gvlbe hat diesen Stoff dra-matisch bearbeitet und in diesem vaterländischen Meisterwerke sind dieSchicksale dieses Helden, seine nacheinander folgenden Thaten, derAnstand Deutschlands» die Belagerung von Götzens Schlosse, der Hof«es Bischvffs von Bamberg, der Bauernkrieg und seine Verwüstun-gen, mir außerordentlicher Treue, auf die Scene gebracht.
Berlin, die unmittelbare Hauptstadt, Residenz und erste Stadt«»er kdnigl- Preuß. und kurfürstl- Brandenburgischea Lande, in Kur-