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ihm die Kenntniß der Kennzeichen, wodurch sich der Nickel von an-dern Metallen unterscheidet. Eine große Menge von Mineralienanalvsirte er chemisch, und verfuhr dabei mit einer bisher ungewöhn-lichen Genauigkeit und Bestimmiheit, und sein Verfahren wurde seit-dem Muster. Durch ihn lernte man es einsehen, daß eine chemischeZusammensetzung die Grundlage der Mineralogie sey, und er gabeine Klassifikation der Mineralien heraus, in der die Hauvtabthei-luugen nach ihrer chemischen Natur und die Unterabtheilungennach der Verschiedeuhert ihrer äußern Formen gemacht sind. Hier,zu erhielt er besonders Licht durch die früher gemachte Entdeckungüber die geometrischen Verhältnisse, die unter den verschiedenen Kry-stallisationen derselben Substanz Statt finden, und die sich von einerGrundform herleiten lassen, und durch Ansetzen ähnlicher Theilchen,nach bestimmten und leicht zu berechnenden Gesetzen geschehen.Bergmann genoß die Achtung seines Vaterlandes und ganz Euroxa's,erhielt den Wasavrden, ünd schlug den Ruf nach Berlin aus, den ervon Friedrich dem Großen erhalten hatte. Er hatte sich 1771 miteiner Krau »erheirathet, die alles dazu beirrug, um ihm das Lebenzu versüßen, und so vereinigte er alles in sich, was das Glück desLebens ausmacht; aber dennoch hatten seine vielen Anstrengungendie Lebenskraft verzehrt, und er starb in seinem 49. Lebensjahre1784 an Enkkräftung.
Bergstraße, die; ist ein schmaler, aber schöner und fruchtba-rer Strich Landes dieffeit des Rheins. Er macht einen herrlichen,mit Nuß- und Kastanienbäumcn bewachsenen und mir Weinrebenbesetzten Weg am Odenwalde bin, von ungefähr 6 Meilen, vonDarmstadt au bis aus Srist Neuburg, eine halbe Stunde vonHeidelberg, aus.
Berill, der; auch TbgJassius, Marrnus, noch bekann-ter unter dem Namen Aquamarin, ist ein durchsichtiger Edelstein,der wegen seiner meergrünen Farbe den letzter» Namen erhalten hat.Er ist quarzartig, und unter den Edelsteinen der weichste und leich-teste. Die Farbe, welche theils meergrün, theils seiadvufarben,theils blangrün ist, und deren Schönheit den ganzen Werth diesesSteins bestimmt, verliert.er im Feuer und zerschmilzt zu einem Fluß.Es gibt orientalische, welche in Ostindien, auf der Insel Cey-lon, Pegu, Camboja rc. gefunden werden, und occidenralische,welche in Böhmen, Sachsen, Schlesien rc. ihr Vaterland habe«;und die Sächsischen sind oft noch schöner, als die aus Indien.
Bering oder Beering, geb. zu HorsenS in Jütland, fingan für sein Vaterland zu schiffen, und erwarb sich den Rubm einesgeschickten Seemannes, so daß er von Peter dem Großen zu der Zeitgesucht wurde, als die Marine in Cronstadt in ihrem Beginnen war.In Russischen Diensten zeichnete er sich als Lieutenant und Kapilaain den Seekriegen gegen die Schweden aus, und seine Unerschrocken-heit und seine Talente erwarben ihm die Ehre, daß er zur Leitungeiner Entdeckungsreise ins Meer von Kamtschatka gewählt wurde.Seit der Reise vom Jahre >728 kannte man die nördlichen Küstendieser großen Halbinsel, und man wußte schon, daß Asien nicht mitAmerika zusammenhmg, aber, ob die Kamtschatka gegMber liegen-den Küsten, auch wirklich Küsten des festen Landes oder nur dazwischenliegende Inseln wären, dieß war ein Räthsel, das erst Bering durchdiese Reise lösen sollte, Am 4. Juni 1741 lief er mit zwei Schiffe»