Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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rz. Juli i?8y nach Paris geführt, an demselben Tage, wo seinSchwager Foulen ermordet worden war. Wüthend stürzten ganzeHanken des Volks auf den unglücklichen Vertier, hielten ihm denKopf seines Schwagers vor, zwangen ihn, diesen zu küssen, durch-bohrten ihn mit mehrern Lajonetstichen und zertheilten seinen Kör-per. Herz und Kopf wurden auf eine Pike gesteckt und durch dieStraßen getragen.

Berluch (Friedr. Justin.), geboren zu Weimar l? 47 , bat sich,selbstthätig und befördernd, um mehrere Zweige der Wissenschaftenund Künste ein nicht geringes Verdienst erworben. Wahrend er inJena (l7üz — 1769) studirte, sand er in dem Studium alter undneuer Poesie seine Erholung, wovon seine eigenen Arbeiten, als Fol-gen; Cvpien für meine Freunde ic. sprechen. Die Verbin-dung, in die er 1769 in Weimar mit Wieland,, Musäus,von Seckendö,rf d. Aelt., B 0 de, späterhin mit Götbe, vonEinsiedel und Andern trat, war völlig geeignet, die Liebe zurPoesie und schonen Literatur in ihm zu unterhalten. So erschiender Prolog zu seinem Mäh reden von Balbvquet, in welchemWiel. Laune nicht zu verkennen ist.. In Verbindung mirWielamden, als Theilnehmer an der Redaktion des TeutschenMerkurs, kam er mit der schönen Literatur in noch vielfachere Be-rührung. Seine Liebe zur Deutschen.Bühne wurde damals durchdas Weimarische Hvstheater, wobei sich ein Seiler, Cckhof,Böckh, Brandes, Mecvur und ein Schweizer auszeichtre-len, neu angefeuert. Er lieferte eine Uebersetzung von St. Albi-ne's Schauspieler. Eine zweite Uebersetzung von ihm war:Ueber die dramatische Kunst, von Herrn M. Für dieOper schrieb er das große Leos und Polyrena, ein lyrischesMonodrama, das Schweizer vortrefflich komponirte. Clfriede,Trauerspiel in 3 Akten, wobei er sehr von Diderots Grundsätzenausgegangen war,..wurde in ganz Deutschland mit dem lebhaftestenund verdientesten Beifall aufgenommen. Aus dem Englisches, über-setzte er die Geschichte des berühmten Bruders Gepun-dio von Campazas, wofür ihm allgemeines Lob ward. In denJahren 1769 bis 177z bekleidete Brrtuch die Hofmeisterftelle beiden zwei Söhnen des auch als Dichter bekannten Baron Bachoffvon Echt. Dieser vielseitig gebildete-Mann, der ein? Zeitlangals Dänischer Gesandter in Spanien gelebt hatte, brachte Der--tuchen Liebe zur Spanischen und Portugiesischen Literatur bei,welche damals nur von Einzelnen in Deutschland gekannt, durch ihnaber bekannter und beliebter wurde. Bertuchs Verdeutschung vonCervantes Meisterwerk: Leben und Thaten des weisenJunkers Dvnquirote von la Manch«, mit der Fortsetzungvon Avellaneda, war für die damalige Zeit eine außerordentlicheErscheinung. Was Meinhard für die Jraliänischc Poesie geleistethakte, versuchte er in Verbindung mit Seckendvrfen und Jan-thier für die Spanische und Portugiesische Sprache zu leisten, da-her das Magazin der Spanischen und PortugiesischenLiteratur. Im Jahre 1788 übersetzte er: Don Thomas deVriarle literarische Fabeln. Seit 1775 war er a!S Rathund geheimer Kabiucrs-Gekrerär in herzvgl. Sächsische. WeimarischcDienste getreten, hie ihn jedoch, wie wir gesehen haben, seiner lite-rarischen Thätigkeit nicht entzogen. Sein patriotisches, und für PieDeutsche Dichtkunst so erspriesliches Unseruehmen, eine neue-Her-