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Schriften des alten und neuen Bnndes. In Hebräischer Sprache heißtsie: Hebräischer Cover;.' in Griechischer Septuaginta und i«Lateinischer gewöhnlich Vulgata.
Biber, der, ein viersüßiges Thier von der Größe eines star-ken Hundes, mit kurzen Füßen. Die Neben der Hintern Füße sind,wie bei den Gänsen, durch eine Schwimmhaut mir einander verbun-den; der Balg ist aschgrau oder schwärzlich, und von sehr feinen Haa-ren; der Schwanz ist haarlos, und hat das Ansehen eines Karpfens.Der Biber weiß mit seine» starken hervorragenden Vorderzähnen,wovon zwei oben „nd zwei unten stehen, starke Bäume so geschickt ab-zub> ißen, als wenn sie abgehauen wären. Er pflegt dieß Geschäft inder Nabe eines Wassers vorzunehmen, «nd es so einzurichten, daßder Baum ins Wasser fallen muß. Mehrere Biber vereinigen sichbei dieser Arbeit mit einander» und schleppen die von ihnen gefällte«entf rntern Bäume gemeinschaftlich in das Wasser. Auf diesen Grundbauen sie sich Hütten von lehmigter Erde, welche sie mit ihrem Schwänzeglatt und eben klopfen. Inzwischen verrichtet ein Biber diese Arbeitin seinem Leben nicht mehr als ein Mal; wird sein künstliches Ge-bäude zerstört, so gräbt er sich für seinen künftigen Aufenthalt ei«Loch in die Erde. Der Biber findet sich häufig in Nordamerika, ißaber auch in Europa, und insbesondere in Deutschland, an der Elbe,an der Donau, und in andern Gegenden hie und da anzutreffen.Der Biber nützet den Menschen vorzüglich mit seinem Balge, welchervon den Kürschnern verarbeitet wird; aus seinen Haare» werden dieCastorhüte bereitet. Nächstdem hat man von ihm den sogenanntenBibergeil, welcher in den Aporheken als ein Arzneimittel gebrauchtwird. Diesen hat er zwischen den Hinterfüßen in einem eiförmigenSöckchen hangen, welches man trocknet, und welches einen sehr star-ken und unangenehmen Geruch hat. Das Fleisch des Bibers, undvorzüglich des Biberschwanzes, wird in den katholischen Ländern alseine Fastenspeise consumirr, weil der Biber zugleich im Wasser undauf dem Lande lebt, und also für ein Amphibien» gehalten wird.
Bibliognosie, die Bücherkenntniß; oder die Anleitung dazu.Bibliograph, einer, der die Büchergeschichre bearbeitet; ein B"-chcrkenner. Bibliographie, die Bucherknnde. Bibliomaniedie Sucht, viele Bücher zu besitzen; die Bücherwuth. Biblioman,der die Büchersucht hat. Bibliophil, ein Bücherfreund, Bücher-llebhaber. Bibliophilie, Bücherliebbaberei. Bibliothek,elue Büchersammlung; dann auch der Saal, wo dieselbe aufgestellt
Der die Aufsicht über eine Büchersammlung hat, und daS Ge-schäft, sie in Ordnung zu halten, heißt V iblio thekar.
Bicstre, ein Zucht - und Tollhaus in Paris.
Vrdet. Besondere Art Waschwanncheu für Damen , zur gehei-men Toilette gehörig.
Bielefeld (Jac. Fricdr. Baron von') geboren zu Hamburg denZi. März 1717. Bei einer Reise, die er nach Vraunschweig machte,lernte ihn Friedrich II.. damals noch Kronprinz, kennen und lieb-gewinnen. Bei seiner Gclangung zum Throne nahm Friedrich Biele-feld in seine Dienste und schickte ihn als Lcgations-Sekretair mit demGrafen von Lruchses nach London. Später ernannte er ihn zumGouverneur seines Bruders, des Prinzen August Ferdinand,dann zum Curator der Preußischen Universitäten, zum Baron un»geheimen Rathe. In den letzten Jahren seines Lebens zog sich Biele-feld vom Hofe zurülk «ud er starb den 5, April 1770 zu Lrebau im