Band 
Erster Band. A bis Comparativ.
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vorlegen kann. Wird die Bill angenommen, so beißt es: sie sey pas-sier, wo nicht, so heißt sie verworfen. Wenn die Stimme» gleich sind,so werven sie als verneinend und die Bill als verworfen angesehen.Beide Häuser schicken sich einander ihre Bills oder Entwürfe zu, wennsie sich aber nicht darüber vereinigen können, so wird durch eine nie-dergesezre Commission oder Comittee ein Vergleich versucht. Istdas Ober- und Unterhaus über den Gegenstand der Bill einig, underhält sie die Beistimmung des Königs, so erwächst sie dann unke»dem Namen Akre zu einem wirklichen allgemein verbindlichen Par-lamcntsschluß.

Billard, eine große länglichviereckige mit grünem Luch über-zogne Takel, auf welcher mau nach elfenbeinernen Äugeln mit lange»Stäbe», welche Köhs heiffe», stoßt oder spielt.

Billaud Varenneü, geboren zn Rvchelle, ein Advokat undseit der Robesplerrischen Epoche in der Französischen Revolution einerder fürchterlichsten Schreckensmänner. Ehemals hatte er dem Hofeauf alle Art geschmeichelt. Als im Jahre 173z ein Luftball in Parisaufstieg, machte er ein Sinngedicht, worin dem Könige eine ziemlichverständliche Schmeichelei gesagt wurde. Dessen ungeachtet erbtest erkeine Versorgung, und vielleicht war dieses ein Grund zu seine««achmaligen Königshaffe. Das Departement von Paris, welcheszur Deputation amNationalkonvent die-überspannresten Köpfe wabl-te, gewährte auch ihm eine Stelle darunter. Er rechtfertigte voll-kommen die Wabl seiner Cvmmittenten, nahm die unsinnigsten undgrausamsten Motionen in Schutz, und rechnete sichs zur vorzügliche»Ehre an, unter die Häupcer der Bergpartei zu gehören. DieSchändlichkeit seines Karakters verrieth sich schon in seinem vonNeid abgezehrten Gesicht, und in den kleinen gallichten Augen, welcheer nur zu öffnen schien, um die Opfer seiner Rache auszuersehe».Ob er gleich einer der ersten war, welche Robespierren anzugreifenwagten, und dadurch die Freiheit des Convents bewirken halfen, sowurde er dessen ungeachtet späterbin selbst der Tyrannei angeklagt undam r. April i 7<-5 zur Deportation nach Guiaua verurtheilt.

Bille, die Spielkugcl, der Ball beim Billard.

Billet, ein Zettel, ein Briefchen. Insbesondere der EinM-vder Ciutrittsschein bei öffentlichen Festen und Vergnügungen, z. B-ein Coucerrbillek, Komödinebillet. Ein Visiten-oder BesucdsbilleNdas mau statt des persönlichen Besuchs abgeben läßt, wofür man nochgewöhnlicher Visitenkarte zu sagen pflegt. — Lillsr »'stounom.eine Ausfoderung zum Zweikampf. — Billetiren heißt bei denKaufleuten, die Waaren mit kleinen Zetteln behängen, auf welche»durch geheime Schriftzeichen der Verkaufspreis, die Ellenzahl, dieFeinheit und Güte u. dergl. angegeben wird. — Einbilletire»wird von durchziehenden Soldaten gesagt, denen von der Orrsobrig-keit ein Billet auf einen Bürger zur Verpflegung gegeben wird-

Billion, ist eine Zahl von tausend Mal tausend Millionen-

Billon, nennt man schlechte, verrufene Münze, die nur zu»>Einschmelzen taugt.

Bilse, die, oder das Bilsenkraut, eine Pflanze mit ein-blättrigem , röhrenförmigen Kelche, der oben fünf spitzige Einschnitt»-hak, mit glockenförmigem Blumenblatte u. s. w. Die in Europa ge-wöhnliche Art hat Blumen, deren Farbe aus grau, gelb und weis M lmischt ist, und die mit viele» dunkelblauen netzförmigen Adern durch-zogen sind, ist wollig und schmierig anzufühlen, verbreitet beim -0-* ,